Interview mit Hendrikje Kopp„Als gute Promireporterin wahre ich Distanz“

von Amici Autorin Möchtegern-Fashionista und Tiegelvernichterin
Alle Infos zu Naomi: oder folge mir auf
© Bernd Jaworek
Tapetenwechsel: Die Promireporterin schreibt nun einmal die Woche für die „Kladde“.

Ihr Markenzeichen ist die Frisur: leicht toupiert, perfekt sitzend und in 20 Sekunden gezaubert. Sie hält bombenfest, sieht schick aus – ganz ohne overdressed zu wirken. Kurz zusammengefasst: Das ist Hendrikje Kopp. Eine charmante, freche und gut gelaunte Frau, die seit 13 Jahren als Promireporterin neben der RTL-Kamera stand. Nur selten huschte sie durchs Bild: Dafür dann aber auf stolzen 16-Zentimeter-Absätzen. Nebenbei gesagt ihr zweites Markenzeichen. Doch damit ist jetzt Schluss. So übernahm die Rheinländerin, deren Name nicht nur holländisch klingt, sondern auch ist, vor kurzem die „kladde - kladde“ auf „stylebook - stylebook“. Jetzt steht sie also auch vor der Linse und übernimmt das Baby einer Anderen. Kein einfaches Erbe, denn seit dem ersten Aufschlag im April, war das Gesicht der „Kladde“ Katja Kessler, die Frau von „Bild“-Chefredakteur Kai Diekmann. Wir sprachen mit Hendrikje Kopp und erfuhren ganz nebenbei, dass einige Promis ihr richtig ans Herz gewachsen sind.

AMICA Online: Frau Kopp, Sie haben sich beruflich noch einmal neu orientiert. Sind nun bei „Bild.Tv“ Unterhaltungschefin und leiten die „Kladde“. Welche Unterschiede stellen Sie zwischen ihrem früheren Fernseh-Job bei RTL und jetzt im Onlinebereich bei „Stylebook“ fest?

Hendrikje Kopp: Die „Kladde“ auf „Stylebook“ ist ein Feuerwerk an Kreativität, was das Texten und die Bilder angeht. Ich habe mit ihr noch mehr Möglichkeiten, „noch etwas frecher zu sein“ und den Promis auf den Zahn zu fühlen. „Exclusiv – Das Starmagazin“ ist natürlich auch etwas Schönes und hat seine ganz eigene Farbe, aber ich komme jetzt noch dichter an die Promis heran.

Was war das Witzigste, das Sie in Ihrem Job je erlebt haben?
Das letzte, war ein Interview mit Gérard Depardieu und Edouard Baer. Da haben mich die zwei wie in einem Sandwich zwischen sich genommen und dann abgeknutscht. Von Asterix und Obelix quasi. Zumal Gérard Depardieu schon einige Gläschen Cognac intus hatte. Aber es war sehr schön. (lacht) Oder aber ein Interview mit Tom Hanks, der zu Beginn die Vorhänge des Adlon Hotels aufriss und meinte: „Komm, lass uns erst mal einen Kaffee trinken und die Aussicht auf das Brandenburger Tor genießen.“

Welche Standardantworten der Promis können Sie nicht mehr hören?
So Sprüche wie: „Ich habe viele neue Projekte und kann darüber im Moment noch nicht sprechen“ .

Was macht Ihrer Meinung nach eine gute Promireporterin aus?
Ein Zitat von Hajo Friedrichs halte ich mir immer wieder vor Augen, der sagte: „Ein guter Journalist ist immer dabei, gehört aber niemals dazu.“ Sprich, man sollte immer mit ganz viel Enthusiasmus und Leidenschaft dabei sein. Aber sich eben nicht zugehörig fühlen und eine charmante und gesunde Distanz wahren. Und das ist womöglich auch der Grund, weshalb ich seit fast 14 Jahren bereits diesen Job erfolgreich mache. Wenn man Promis auf Augenhöhe und dem nötigen Respekt begegnet, kann eigentlich nichts schief gehen.

Wird es denn nicht langweilig sich Tag ein Tag aus nur mit Promis und deren Problemchen zu beschäftigen?
Nein, ganz im Gegenteil. Langeweile kenne ich in meinem Job auch nicht. Wenn man mit Neugierde am Menschen und Spaß an die Sache ran geht, wird es nicht langweilig. Und schließlich vergessen wir gerne, dass die Promis auch ein reales Leben führen. Was wir tagtäglich in Zeitschriften präsentiert bekommen, sind Geschichten, wie sie Hänschen Müller und Tante Erna erleben. Es wird sich getrennt, wieder neu verliebt, die einen gewinnen, die anderen scheitern ... Das ist total menschlich, was in der Promiwelt so vor sich geht. Ich packe letztendlich mein Einkaufskörbchen voll mit interessanten Dingen und bringe ihn den Menschen, die nicht die Möglichkeit haben mit den Promis zu sprechen.

Haben Sie in den fast 14 Jahren Promiwahnsinn auch nähere Bekannte unter den Stars gefunden?
Ja und die Promis kommen sowohl aus der Film- als auch Kabarett- und Designer-Ecke. Es gibt ein paar wenige, die mir wirklich ans Herz gewachsen sind.

Hendrikje Kopp - Hendrikje Kopp

1
„Als gute Promireporterin wahre ich Distanz“
Google-Anzeigen
Kommentar schreiben
Name
Überschrift
Ihr Kommentar