Interview mit Matthias Schweighöfer„Auch als Paar sollten wir uns zum Sex verabreden“

von AMICA Online Redakteurin J'adore les Parisiennes!
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Als professioneller Schlussmacher bricht Matthias Schweighöfer im Film Herzen, wenn er anderen übermittelt, dass ihre Beziehung zu Ende ist.

Es ist die große Matthias-Schweighöfer-Show: Hoch gelobt von der „New York Times“ als „Talent“, ist er in „Schlussmacher“ (ab 10. Januar im Kino) gleich in vielen Facetten zu bewundern. In seinem neuen Streifen führte Matthias Schweighöfer nicht nur zum zweiten Mal Regie, produzierte, sondern spielt ebenfalls wieder die Hauptrolle. Die des professionellen Schlussmachers. Paul ist ein Trennungsagent, dessen Job es ist Beziehungen im Auftrag eines Partners zu beenden. Immer mit dabei hat der karrieregierige Beau dabei das persönliche „Happy End“-Pakt und leistet, wie er sagt, die „psychologische Erstversorgung“. Nur noch elf Trennungen fehlen ihm, um Teilhaber der Trennungsagentur zu werden. Eine Kleinigkeit. Die Rechnung hat Paul allerdings ohne Toto (Milan Peschel) gemacht, der keinesfalls daran denkt das Ende seiner Beziehung von seiner Freundin Kati (Nadja Uhl) zu akzeptieren. Stattdessen klemmt Toto sich mit Topf-Palme unterm Arm an Pauls Fersen. Das gegensätzliche Duo aus sensiblem Kuschelkauz und gefühlskaltem Ehrgeizling geht auf einen klamaukigen Roadtrip.

Schweighöfer selbst ist seit knapp einem Jahr von seiner langjährigen Freundin Ani Schromm, mit der er eine dreijährige Tochter hat, getrennt. Vor der Kamera hat der Single, sicher zur Freude vieler weiblicher Fans, alles gegeben. Auch sein nackter Knack-Po ist zu sehen. Im Interview mit AMICA Online verriet der Schauspieler, wie sexy er sich selbst findet, warum es Mut in der Liebe braucht und ob er die Dienste des Schlussmachers in Anspruch nehmen würde.

© Riva Verlag
'Beziehungskrankheiten, die nur der Schlussmacher heilen kann“ von Matthias Schweighöfer, Axel Fröhlich, Alexandra Reinwarth, Riva Verlag, 9,99 Euro

AMICA Online: Im Buch zum Film geht es um Beziehungskrankheiten wie Couchlägrigkeit, Kuschelsyndrom oder Fremdgehritis. Welches ist für Sie die schlimmste Beziehungskrankheit?
Matthias Schweighöfer: Ich glaube Langeweile ist das Schrecklichste in einer Partnerschaft. Wenn man sich nichts mehr zu erzählen hat und der Ofen einfach aus ist, dann ist die Beziehung am Ende.

Was lässt sich dagegen im Beziehungsalltag tun?
Sich mal wieder verabreden.

Auch zum Sex, meinen Sie?
Das auch. Aber sich grundsätzlich einfach verabreden, finde ich sehr wichtig. Sich mal wieder Mühe geben, schick ausgehen oder Essen gehen. Tanzen oder Kino. Sobald sich Langeweile einstellt und man nicht mehr miteinander redet, geht es nur noch den Bach runter.

Der Einsatz für den Schlussmacher?
Ja, da könnte der Schlussmacher zum Einsatz kommen. Wenn man so weit schon von jemandem weg ist, ist es vielleicht gar keine schlechte Idee, wenn man sich mit dem ganzen Wust nicht mehr beschäftigen möchte. Dann finde ich den Schlussmacher eine gute Variante zu sagen: Ich bin schon raus aus der Nummer.

Ist es nicht auch ein bisschen feige, das Schlussmachen an jemanden abzutreten?
Klar ist es feige. Wenn man aber jemandem emotional ohnehin nicht mehr mit verbunden ist, ist es absolut in Ordnung. Ansonsten ist es natürlich sehr schade. Ich verstehe, dass andere das nicht als mutig betrachten. Deswegen ist es schwierig auf diese Frage zu antworten. Ich würde diese Möglichkeit auf jeden Fall in Betracht ziehen, wenn ich mich trennen wollte, auch wenn es feige ist. Das wäre mir dann egal.

© Mercedes-Benz Fashion Week
Matthias Schweighöfer kam im Juli 2010 noch mit Freundin Ani Schromm zur Fashion Week in Berlin.

Sie würden die Dienste des Schlussmachers also in Anspruch nehmen?
Wenn es hart auf hart kommt, auf jeden Fall. Bisher hätte ich es aber noch nicht gebraucht. Zum Glück. Vielleicht kommt das noch.

Apropos Schlussmachen. Was war der schlimmste Satz, mit dem eine Frau mit Ihnen Schluss gemacht hat?
Es war jetzt kein Satz. Aber das Schlimmste war, als ich erfahren habe, dass meine erste Freundin schon die ganze Zeit mit einem anderen Typen ins Bett geht. Das habe ich herausbekommen.

Selbst schon einen gesagt?
Auch nicht. Ich habe ja erst zwei große Beziehungen gehabt, sodass noch nicht so viel Schlimmes passiert ist und wir uns schreckliche Dinge an den Kopf geworfen hätten.

Was hätten Sie sich für Ihr persönliches Happy-End-Paket gewünscht?
Viel Herzlichkeit. Generell erst einmal Zeit, um das Happy-End-Paket aufzumachen. Und irgendetwas, das mich zurück zum Herzen führt. Ich wüsste jetzt aber nicht, was das genau sein könnte. Schokolade und Alkohol vielleicht. Ein Ausflug ins Striplokal würde nichts bringen. Da bekommt man nur noch schlechtere Laune und fühlt sich noch einsamer. Das wäre keine Ablenkung, sondern würde nach hinten losgehen. Gute Freunde sind in so einer Situation sehr wichtig.

Was sagt Ihre Ex-Freundin zur „Schlussmacher“-Geschichte?
Wir sehen uns zwar regelmäßig, aber den Film kennt sie bisher nicht. Den wird sie wahrscheinlich auf der Premiere sehen. Sie fand den Stoff der Geschichte gut. Ist ja auch eine gute Idee die Bühne des Schlussmachens für einen Film zu nehmen, in dem es doch um Liebe und Beziehungen geht.

Wie sieht es mit einer neuen Liebe bei Ihnen aus?
Meine Liebe sind nach wie vor die beiden, Ani und meine Tochter. Wir werden sehen, was daraus wird und in Zukunft passiert. Momentan habe ich gar keine Zeit für eine neue Liebe.

Interview mit Matthias Schweighöfer - Seite 2

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„Auch als Paar sollten wir uns zum Sex verabreden“
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burned  |  11.01.2013 10:25
Kann nicht sein.
Nichts nennenswertes geleistet, mit Privatproblemchen aufgefallen, reif für die Versenkung.

ping pong   |  11.01.2013 07:56
Kennt den irgendwer?
Ja den kennt man und ich hoffe, dass man noch einiges von ihm sieht. Großartiger Schauspieler.

burned  |  11.01.2013 07:11
Kennt den irgendwer?
Habe ich was wichtiges verpasst? Wer zm Henker ist das?

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