Interview mit Anke Engelke„Mit Kleidung will ich nicht auffallen“

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Anke Engelke moderierte 2013 den ESC-Vorentscheid

In Fernsehshows werden Sie von Stylisten zurechtgemacht. Wie sehen Sie privat aus?
Privat greife ich eher unüberlegt in den Kleiderschrank. Ich trage zum Beispiel wenig Farbe, ich möchte nicht gern auffallen, obwohl oder gerade weil man das von einem Fernsehmenschen so erwartet. Zu Jeans kombiniere ich Shirts in Schwarz, Weiß oder Braun und so gut wie immer flache Schuhe.

Werden Sie auf der Straße nicht trotzdem erkannt?
Darum geht es mir gar nicht. Ich bin einfach niemand, der über ein Kleidungsstück sagt „Schaut mal, so bin ich“. Ich möchte nicht, dass ein Outfit etwas über mich erzählt, was ich nicht selbst erzählen kann. Heute habe ich mir allerdings viele Gedanken über meinen Look gemacht.

Und zu welchem Ergebnis sind Sie gekommen?
Ich trage etwas höhere Schuhe, eine Jeans mit Schlag und ein T-Shirt von einem total hippen Label: Maison Martin Margiela. War runtergesetzt.

Sie sind sparsam, was Mode angeht?
Ja, weil ich die Kleidungsstücke ja immer nur bei einem Termin anziehen kann. Es geht leider nicht, dass ich in verschiedenen Sendungen mit demselben Teil rumsitze. Dafür gebe ich nicht 500 Euro aus.

Muss man seine Eitelkeit als weiblicher Comedian eigentlich an der Garderobe abgeben?
Bei „Ladykracher“ bin ich nicht immer zu meinem Vorteil geschminkt. Da spiele ich auch gerne Frauen, die älter sind, oder einen Makel im Charakter haben, der sich auf das Gesicht überträgt. Da braucht man schon Mut zur Hässlichkeit. Aber ehrlich gesagt sind wir doch alle keine Models. Es gibt nicht viele Menschen, die naturschön sind. Da wird auch viel durch Make-up gemacht. Und genau das finde ich spannend, spiegele es im Spiel gerne wider. Ich bin genauso gerne eine echte Frau, wie eine schöne und geschminkte Frau.

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