Milla JovovichLiebe am Arbeitsplatz

Milla Jovovich
Jovovich-Hawk

Von Not kann heute keine Rede mehr sein: Sie sind reich, drehen Filme mit ihrem Verlobten, designen
Mode mit Ihrer besten Freundin Carmen Hawk …

… nicht empfehlenswert. Würde ich keinem raten. Einen Angestellten kann man mal anschreien, wenn etwas nicht läuft. Eine Freundin nimmt alles persönlich.

Wieso arbeiten Sie dann zusammen?
Unsere Stile – sie ist feminin verspielt, ich bin der
Vintage-Mixmatch-Typ – ergänzen sich perfekt. Ich
liebe Carmen. Aber es ist schwierig.

Schwieriger als Liebe am Arbeitsplatz? Mit 16 waren Sie mal kurz mit Shawn Andrews, Ihrem Kollegen aus „Dazed and Confused“, verheiratet, mit 22 mit Luc Besson, dem „Das Fünfte Element“-Regisseur, und mit Ihrem jetzigen Verlobten Paul W.S. Anderson drehen sie gerade den dritten Teil von „Resident Evil“.
Mit Paul arbeite ich natürlich gern (lacht). Weil das fast die einzige Zeit ist, in der wir uns sehen. Aber ewig kann ich das nicht machen. Er will mehr Actionfilme drehen und ich muss mich um meine Geschäfte kümmern.

Für Ihre Jovovich-Hawk-Kollektion geben Sie nicht nur Ihren Namen her, sondern entwerfen und produzieren zusammen mit Carmen alles selbst.
Ja – und gerade habe ich meine gesamte Herbstlinie an Kaschmirmänteln einstampfen und noch einmal von vorn nähen lassen müssen.

… weil?
Weil ich zu wenig Ahnung vom Handwerk hatte und nicht wusste, dass hinter einem gut sitzenden Mantel eine Architektur steckt. Abnäher, Futter, Vlieseline. Meine Entwürfe waren bequem, hingen aber am Körper wie eine Sofadecke. Und sehen Sie mal … (sie reckt sich und die Knöpfe ihrer Blümchenbluse springen auf)

Oh – zugenommen?
Sicher nicht. Das ist auch so ein Beispiel von Learning by Doing. Ich wusste nicht, dass Perlmuttknöpfe etwas kleinere Knopflöcher brauchen, weil sie so rutschig sind. Nun sitze ich auf einem Haufen unverkäuflicher Blusen.

Dann müssen Sie eben alles selbst tragen.
Aber das Absurde ist, dass ich nicht in meine eigenen Musterteile passe! Ich trage Größe 36, aber verglichen mit den ganzen New Yorker Models bin ich fett.

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Liebe am Arbeitsplatz