Urteil im Prozess Milde Strafe für John Galliano
Wegen rassistischer und antisemitischer Pöbeleien musste John Galliano vor Gericht. Jetzt ist die Entscheidung der Justiz gefallen: Der Designer kommt mit einer geringen Geldstrafe davon.
Text: Katharina Zilkowski
© Bang Showbiz
Ein Betrag, der weit unter dem von Staatsanwältin Anne de Fontette gefordertem Strafmaß von 22 500 Euro und sechs Monaten Gefängnis liegt.
Galliano war bei der Bekanntgabe nicht anwesend, hatte sich allerdings bei der Verhandlung am 22. Juni 2011 persönlich verteidigt und seine Alkohol- sowie Medikamentensucht eingestanden.
Seine Ehrlichkeit rührte selbst Géraldine Bloch, die am am 24. Februar im Pariser Café „La Perle“ vom trunkenen Designer als „dreckiges Judengesicht“ bezeichnet wurde. Im Hinblick auf den weltweiten Medienrummel hatte die Hauptklägerin symbolisch einen Euro Entschädigung gefordert.
John Galliano hatte sich kurz nach seinen Pöbeleien in der Meadows-Entzugsklinik in Arizona und später in der Schweiz behandeln lassen.
Auch beruflich schöpft er neue Hoffnung, nachdem er vom Hause Dior gefeuert worden war. In der September-Ausgabe der US-Zeitschrift „Vogue“ sprach er erstmals wieder öffentlich – über sein Hochzeitskleid für Kate Moss. “Kate Moss hat mir erlaubt, wieder John Galliano zu werden. Bis dahin konnte ich nichtmals mehr einen Bleistift halten. Ihr Kleid zu machen war meine kreative Rehabilitation”, so der Modeschöpfer.
Indes leitet Gallianos Ex-Assistent Bill Gaytten die Geschicke bei Dior, als neuer Kreativdirektor wird immer noch Marc Jacobs gehandelt. Es ist davon auszugehen, dass die Nominierung kurz nach dem Epilog der Galliano-Affaire bekannt gegeben wird.








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