Vive-Maria-Designerin zur Rückkehr des Labels„BH-Blitzer sind heute trendy und verführerisch“

von Amici Fashion-Weeker
Alle Infos zu Nastasia: oder folge mir auf

[kein Linktext vorhanden]Es war einmal vor langer Zeit, da spielte Brigitte Bardot, eine der legendärsten Schauspielerinnen ihrer Zeit, in der Westernkomödie „Viva Maria“ die Hauptrolle. Ein Film aus dem Jahre 1965, der heute wohl nur noch eingefleischten Cineasten etwas sagt.

Aber der Film, insbesondere die Kostüme, faszinierten die drei Jahre später in Berlin geborene Designerin Simone Franze. Sie war so begeistert von den verspielten Dessous im Burlesque-Style, dass sie nach ihrer Ausbildung am Berliner Letterverein und an der Pariser Esmod das Label Vive Maria im Jahr 1998 gründete. Ein Label, das für verspielte Unterwäsche stand, insbesondere mit Heiligenprints. Die Teile fanden reißenden Absatz und Vive Maria wurde zum Kultlabel der 90er-Jahre. Noch heute, wenn der Name fällt, denken ältere Fashionistas ans letzte Jahrzehnt des vergangenen Jahrhunderts.

Danach wurde es ruhiger. Das Label verschwand mehr und mehr aus den Medien, geriet bei Vielen in Vergessenheit. Doch nun startet Vive Maria wieder durch – nicht nur mit süßer Unterwäsche, sondern auch mit verspielter Nachtwäsche und sogar trendigen Tagesoutfits.

In das stylische Smart Girl Dress musste ich gleich einmal hineinschlüpfen. Denn das luftige, schwarze Kleidchen mit trendigem, transparentem Schulterteil fiel mir sofort auf. Allerdings: Ohne Unterwäsche ist es leider nicht zu tragen. Doch darf man einen BH unter transparentem Stoff tragen? Ich fragte mal bei Designerin Simone Franze nach und habe mit ihr über die Neugeburt ihres Labels gesprochen.

© Vive Maria
Zurück im Modebusiness: 'Vive Maria'-Designerin Simone Franze.
AMICA Online: Frau Franze, das Label Vive Maria gehört zu den Kultlabeln der 90er-Jahre. Warum wurde es dann ruhiger um das Label?
Simone Franze:
Der Hype mit den Heiligenprints auf Unterwäsche war so groß, den konnte man nicht ewig künstlich aufrechterhalten. Wir mussten uns dann weiter entwickeln und es gibt immer viele süße und tragbare Teile, die aber nicht mehr so „provokant“ wie damals sind. Das Label ist erwachsener geworden.

Was bedeutet das?
Einige Zeit nach Gründung meines Labels, lernte ich über eine Vertreterin die Firma Nastrovje Potsdam kennen, die sich seither um die Produktion und den Vertrieb kümmert. Zusammen gelang es uns die Kollektion umfangreicher zu gestalten, heißt eine Kollektion von 15 Teilen auf 60 bis 80 Teile zu erweitern. Die Schnitte sind aufwendiger und zur Unterwäsche kam Nachtwäsche und Tageswäsche. Es gibt viele Drucke, die wir alle selbst gestalten.

Der Film aus den 60er-Jahren inspirierte Sie in den 90er-Jahren zur Gründung des Labels. Was inspiriert Sie heute?
Ich lasse mich von Trends, Kunst, Kinofilmen und Reisen inspirieren.

Welche Kundin haben Sie im Kopf, wenn Sie Mode für Vive Maria kreieren?
Keine Bestimmte. Ich finde es toll, wenn viele verschiedene Frauen und Altersgruppen die Sachen tragen können. Oft sehe ich ein Teil, das durch das Styling entweder schick oder trendy und jung aussieht. Aber die Sachen sind eher für Kundinnen gedacht, die gern ihre weiblichen Vorzüge zeigen.

Wann ziehen Ihre Kundinnen es an?
Die Nachtwäsche sicherlich zum Schlafen, aber auch schon davor Zuhause, die Kleider und Oberteile im Alltag, Beruf aber auch zum Ausgehen.

© AMICA Online
Modische erste Liebe: Bei Autorin Nastasia kam das Smart Girl Dress direkt mit nach Hause.
Ist Ihr Label ein Wohlfühl-Label?
Also, die Sachen sind natürlich auch bequem, aber an erster Stelle steht der süße Vintage-Charme und auch die Betonung der Weiblichkeit.

Was machen Sie, um sich selbst wohl zu fühlen?
Viel Zeit mit der Familie verbringen, Yoga und Reisen.

Was ziehen Sie an, wenn Sie sich wohlfühlen wollen?
Zuhause trage ich bequeme Homewear, tagsüber Jerseykleider oder Jeans und ein nettes Oberteil.

Und zum Schluss: Mir fiel bei dem Smart Dress Kleid auf, dass ich es nur mit BH tragen kann. Doch dann wird der transparente Teil unschön geteilt. Ist das erlaubt?
Ja, unbedingt. Dass der BH unter der Kleidung hervorblitzt war früher ein No-go. Heute ist es aber trendy und verführerisch.

 

Wenn das sommerliche Drunter passt, fehlt nur noch der ideale Bikini. Model Lena Gercke präsentiert die Highlights:

Video / 0:29 Min. / PR

Was wir diesen Sommer am Strand tragen? Lena Gercke schlägt vor: korallfarbene Einteiler, Bandeau-Bikinis mit meerblauen Streifen und Bademode mit Metallic-Applikationen. Strandfeeling im Video!