Zu künstlich? Zu pornografisch?Über Kate Uptons Kurven diskutiert die Modewelt

© REUTERS

Ihr Aussehen verglich Spohia Neophitou im vergangenen Jahr mit dem einer Fußballerfrau. Die Casting Direktorin der Victorias-Secret-Shows und Chefredakteurin des „10 Magazine“, fügte wenig schmeichelhaft hinzu, sie habe „ein Gesicht, das sich jeder mit genügend Geld kaufen kann“. Ein ehemaliges Model, das jetzt immer noch in der Modeindustrie arbeitet, beschrieb sie auf seiner Website „Skinny Gossip“, zu deutsch „Dünner Klatsch“, als „dick, vulgär, fast pornografisch – und gute 13 Kilogramm zu schwer für das Outfit“. Mit derartigen Beleidigungen ist Kate Upton, neuer Kurven-Star der Modelszene, häufig konfrontiert, seit sie es 2012 zum ersten Mal auf das Cover der „Swimsuit Issue“ der „Sports Illustrated“ schaffte – die Krönung für heiße Kurven im Business.

© Twitter/Kate Upton

Nun nahm das Magazin sie sogar zum zweiten Mal in Folge auf den Titel der Badeanzug-Ausgabe. Und das beweist neben Shootings für die italienische „Vogue“, die französische „Elle“ und „Jalouse“ oder die amerikanische „Cosmopolitan“, wie gut die 20-Jährige wirklich im Geschäft ist. Denn diese Ehre war zuvor nur vier anderen Frauen zuteil geworden: Christie Brinkley (1979 und 1981), Elle Macpherson (1986 und 88), Paulina Porizkova (1984 und 1985) sowie Tyra Banks (1996 und 1997). Doch für das nun schon berühmte Foto musste Kate Upton hart arbeiten: Es entstand angeblich bei Minus 35 Grad auf einem Schiff in der Antarktis und sie trägt darauf nicht mehr als ein knappes Bikinihöschen und eine kurze Daunenjacke mit Pelzkragen, ihre Rundungen durch geöffneten Reißverschluss optimal in Szene gesetzt.

Ähnlich gelassen wie mit ihrer Erkrankung nach der Eiseskälte („Ich bin nicht gestorben und jetzt ist alles gut“), geht das Model auch mit ihren Kritikern um. „Jeder hat das Recht auf seine Meinung. Meine Karriere verläuft gut, also ist das okay“, sagte Kate Upton gegenüber „The New York Post“ bei der Launch-Party zur aktuellen „Sports Illustrated“. Zu ihrer Verteidigung ergriff nun ein anderes Bikini-Model das Wort. „Jeder ist hyperkritisch bei Frauen und das muss aufhören“, sagte Alyssa Miller. „Wir sollten alle Körpertypen feiern.“

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