American Music Awards 2012Brathähnchen-Haut und opulente Micro-Kleider

von AMICA Online Redakteurin
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Die Tops und Flops vom roten Teppich
American Music Awards 2012

Extrakurz und extra reich bestickt waren die auffälligsten Kleider bei den American Music Awards 2012. Die allzeit stilvolle Taylor Swift etwa verwandelte sich mit Hilfe von Zuhair Murad in ein Fabelwesen, Stacy Keibler spielte Million Dollar Baby in einem glitzernden Dress von Collette Dinnigan und zeigte scheinbar nebenbei ihre schönen XL-Beine. Heidi Klum entschied sich für die goldene Spitzenversion von Alexandre Vauthier. Eine Wohltat nach ihren merkwürdig geschnürten Versace-Kleidern bei den vor einer Woche, aber der auf Schritthöhe endende Beinschlitz wirkte merkwürdig. Wieder, als sei hier etwas aufgeplatzt.

Auch modische Sahnebonbons wurden auf dem roten Teppich großzügig verteilt: Hayden Panettiere trug ein Paillettenkleid, Ke$ha ein Spitzen-Dress und Ginnifer Goodwin eine 60ies-Twiggy-Kreation – allesamt in zartem Rosé. Weitere Mode-Tops: Carrie Underwood mal in einer beerenfarbenen, hochgeschlossenen Spitzenrobe von Abed Mahfouz (der libanesische Designer hatte auch Jennifer Morrisons großartige Cap-Sleeve-Robe designt), mal in einem Origami-Kunstwerk, Gwen Stefani im opulenten Oversize-Blazer von Balmain, Carly Rae Jepsen in Monroe-Manier und Kerry Washington in gelbem Flapper-Dress zu korallroten Schuhen. Die Schauspielerin hatte sich schon aus der Resort-Kollektion 2013 von Stella McCartney bedient.

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Christina Aguilera hüllte ihre üppigere Figur diesmal zwar in ein schmeichelnderes Kleid als beim Christina Aguilera - Lila-Launebär mit falscher Bräune, griff dafür aber bei der Wahl ihres Selbstbräuners umso mehr daneben. Cyndi Lauper hatte sich wohl im Kleiderschrank eines Teenies verirrt und Kimberly Cole kam mit Kylie-Minogue-Gedächtniskleid und TLC-Gedächtnisfrisur.

Inhaltlich war Justin Biebers Auftritt das Highlight der Veranstaltung. Als zum dritten Mal sein Name durch den Saal gerufen wird, konnte sich auch der sonst so betont coole Justin Bieber die Tränen nicht mehr verkneifen. Mehr Preise als jeder andere Künstler hat der erst 18 Jahre alte kanadische Popstar abgeräumt und die American Music Awards zu seiner Triumph-Nacht gemacht.

Im Freudentaumel wirbelte der Teenie-Schwarm die Frau im engen lilafarbenen Minikleid neben sich durch die Luft und zog sie an der Hand auf die Bühne. „Das ist meine Mutter“, rief der bis hin zur Baseball-Kappe ganz in schwarz gekleidete Bieber dem Publikum in Los Angeles zu. „Sie ist klein, aber wunderschön.“ Da flossen auch bei Bieber-Mama Pattie Mallette die Tränen.

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„Ich kann gar nicht mehr richtig denken, ich bin so überwältigt“, sagte Bieber noch, bevor seine Stimme wegbrach. Fürsorglich flüsterte ihm seine Mutter etwas ins Ohr. „Es ist nicht einfach, aufzuwachsen, wenn alle einem dabei zuschauen“, sagte Bieber dann. „Aber solange ihr alle weiter an mich glaubt, werde ich euch auch weiter stolz machen.“

Der triumphale Abend am Sonntag platzte mitten in eine turbulente Zeit im Privatleben des Teenie-Schwarms. Erst vor wenigen Tagen soll seine erste mehrmonatige Beziehung mit der amerikanischen Schauspielerin Selena Gomez, 20, in die Brüche gegangen sein. Das letzte Wort sei zwischen den beiden noch nicht gesprochen, munkeln US-Medien, aber bei zahlreichen Treffen in den vergangenen Tagen habe es vor allem Streit gegeben.

Ursprünglich hatten Bieber und Gomez – wie bereits im vergangenen Jahr – gemeinsam über den roten Teppich der American Music Awards schreiten sollen. Aber Gomez sagte den Berichten zufolge kurzfristig ab und Bieber-Mama Mallette sprang ein. Er widme die Preise auch den vielen Kritikern, die nie an seinen Erfolg glauben wollten, gab sich Bieber trotzig. „Ich glaube, ich werde noch sehr, sehr lange dabei sein.“

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Auch andere Promis sorgten für Aufsehen. Rapperin Nicki Minaj, die bei ihren verschiedenen Auftritten zwischen blonder und schwarzer Lockenpracht und mehreren Kleidern hin- und herwechselte, gewann zwei der begehrten gläsernen Pyramiden. Ihr Rap-Kollege Usher konnte zum dritten Mal in Folge den Preis für den besten R&B-Künstler einheimsen und auch Taylor Swift, Linkin Park, Carly Rae Jepsen, Lady Antebellum und David Guetta wurden bei der live im US-Fernsehen übertragenen Gala ausgezeichnet.

Zwischendurch traten bei der 40. Auflage der American Music Awards, bei denen anders als bei den Grammys nicht Vertreter der Musikindustrie, sondern Verkaufszahlen und Internetabstimmungen entscheiden, Stars wie Pink, Christina Aguilera, Stevie Wonder und Kelly Clarksen auf. Als Laudatoren waren unter anderem Heidi Klum, die Backstreet Boys und Gloria Estefan engagiert.

Viele von ihnen hatten sich im Publikum Tränchen aus den Augen gewischt, als Teenie-Schwarm Bieber vor Millionen von Fernsehzuschauern seiner Mama dankte. Aber die Rührung hielt nicht lange an, dann riss ein Südkoreaner die Stars von ihren Sitzen: Zum krönenden Abschluss der Gala legte fast der ganze Saal voller Promis die Hände vor dem Körper übereinander und tanzte ausgelassen zu Psys Welthit „Gangnam Style“.

Quelle: mit Material von dpa
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