Emmy Awards 2013 Seitliche Busenblitzer und Claire Danes Knochendekolleté

[kein Linktext vorhanden]Es war in modischer Hinsicht der Abend der Rückendekolletés. Wieder einmal. Denn längst haben die Stars für sich entdeckt, wie verführerisch die Rückansicht sein kann. Viel subtiler lässt es sich damit verführen, als mit allzu offensichtlichen Ausschnitten, die den Blick freigeben auf weibliche Rundungen. So etwa zeigte Michelle Dockery zu den Emmy Awards im roten Holderneck-Kleid ihr zartes Rückendekollté, genauso wie Vera Farmiga, Jessica Pare oder Bonnie Bentley. Schockiert allerdings hat uns der Anblick von Preisträgerin Claire Danes. In ihrer zarten Spitzenrobe von Armani Privé wirkte sie extrem zerbrechlich, offenbarte zudem ein ziemlich knochiges Dekolleté. Ganz anders Heidi Klum. Der "Project Runway"-Star kam in einer raffinierten Kreation von Atelier Versace mit statuesker Silhouette, das an mit dem Stehkragen an eine Art moderne Kleopatra erinnerte.

Die Gewinner der Emmy Awards 2013

„Breaking Bad“, eine Krimiserie um einen drogenkochenden Chemielehrer, erhielt bei der Verleihung in Los Angeles den Fernsehpreis in der wichtigsten Kategorie „Beste Dramaserie“. „Modern Family“ wurde zwar beste Comedyserie, doch der meiste Glamour wurde dem Film „Behind the Candelabra“ zuteil. Er wird als „Liberace - Zuviel des Guten ist wundervoll“ vom 3. Oktober an in deutschen Kinos zu sehen sein.

„Breaking Bad“, „Modern Family“ und „Behind the Candelabra“ heißen die Gewinner der Emmy-Verleihung. Die Krimiserie um den drogenkochenden Chemielehrer gewann am Sonntagabend (Ortszeit) den wichtigsten Fernsehpreis der Welt in der wichtigsten Kategorie „Beste Dramaserie“.Der Film von zwei Stunden schildert das Leben eines Musikers, der bereits mehr als 25 Jahre tot ist. Aber Michael Douglas als Starpianist Liberace und Matt Damon als dessen Geliebter haben Kritiker wie Publikum begeistert. Mit 23 Millionen Dollar war der Fernsehfilm so teuer wie manche Kinoproduktion. Er bekam am Abend drei Emmys, gewann zuvor aber bereits acht sogenannte „Creative Emmys“ in Nebenkategorien.

Überraschend: Douglas erwähnte in seiner kurzen Rede vor allem Ehefrau Catherine Zeta-Jones - beide leben derzeit getrennt. Hinter der Bühne bedankte er sich überschwänglich bei Regisseur Steven Soderberg und seinem Kollegen Damon für ihre Geduld, berichtete der „Hollywood Reporter“ am Montag. Beide hatten die Dreharbeiten verschoben, um dem damals krebskranken Douglas Zeit zur Genesung zu geben.

„Dieser Film hat eine ganz besondere Bedeutung für mich“, zitierte das Blatt den 68-jährigen Schauspieler. „Da beschäftige ich mich wegen meines Tumors gerade mit Fragen zum Tod und bekomme am nächsten Tag plötzlich dieses Juwel überreicht, so ein wunderbares Drehbuch und Steven sowie Matt (als Partner). Ich danke ihnen sehr, dass sie ein Jahr gewartet haben, weil ich damals körperlich noch nicht so weit war.“

„Breaking Bad“ gewann zwar den wichtigsten Emmy, doch zur großen Überraschung wurde dessen Star Bryan Cranston nicht bester Hauptdarsteller. Diesen Preis bekam ein Schauspieler, der von den wenigsten als Favorit gehandelt worden war: Jeff Daniels für seine Rolle in „The Newsroom“. Beste Hauptdarstellerin wurde Claire Danes aus „Homeland“. Die Serie, großer Gewinner des letzten Jahres, bekam zwei Emmys. „Homeland“ hatte den mehrjährigen Gewinner „Mad Men“ verdrängt - der zum zweiten Mal in Folge komplett leer ausging.

Mit Spannung wurde das Ergebnis für „House of Cards“ erwartet. Die Serie hätte als erstes nur für das Internet produzierte Programm groß abräumen können, es blieb aber nur bei einem Achtungserfolg: Ein Emmy für die beste Regie, dazu zwei aus den Nebenkategorien der „Creative Emmys“. Die beiden Hauptdarsteller des Politikdramas, der zweifache Oscar-Preisträger Kevin Spacey („American Beauty“) und „Golden Globe“-Gewinnerin Robin Wright („Forrest Gump“), gingen leer aus.

Quelle: dpa