Gästebuch Dos und Don't
Wird Ihnen beim Abschied ein Gästebuch gereicht, sollten Sie nicht einfach leise Servus sagen! Über Dos und Don’ts beim neuen Partyspiel.
Text: Julia Werner
Wird Ihnen beim Abschied ein Gästebuch gereicht, sollten Sie nicht einfach leise Servus sagen! Über Dos und Don’ts beim neuen Partyspiel.Vom Business-Dinner bis zur Gartenparty bei Freunden: Seit Neuestem kann man kein Fest mehr verlassen, ohne sich vorher in einem Prachtalbum schriftlich verewigt zu haben. Das Gästebuch ist zurück – und damit ein gesellschaftliches Minenfeld. Sollte doch kein Problem sein, da schnell einen Spruch reinzukritzeln, denkt man – bis man auf die jungfräulich weiße Seite starrt. Damit es nicht peinlich wird, sagen wir nach spätestens 20 Minuten, sollte man in Erwägung ziehen, einfach nur den Namen zu hinterlassen. Das ist ehrlich und wird einem nicht übel genommen. Gerhard Schröder ersparte sich so als Kanzler stets jegliche Mühe.
Aber es ist, wie es ist: Was man in Schönschrift hinterlässt, wird später eiskalt vom Gastgeber analysiert und auseinandergenommen wie eine Leiche in „CSI: Miami“. Es kommt also darauf an, wie man wahrgenommen werden möchte: geheimnisvoll-aufregend wie ein unlösbarer Mordfall oder so langweilig, wie man in Wirklichkeit ist.
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