Golden Globes 2012 Von Meerjungfrauen und Madonnas Press-Dekolleté
Meerjungfrauen-Roben verursachen „Wow“-Ausrufe. Verstummen lässt hingegen nicht nur der Stummfilm „The Artist“, sondern auch Madonnas Quetsch-Kleid. Die Tops und Flops der Golden Globes!
Text: Veronika Schaller
& Kerstin Kotlar
Blau wie die Nacht: Das ist die Farbe der Golden-Globes-Verleihung 2012. Meerjungfrau ist ihre Silhouette. In edlem Dunkelblau schwebten Rosario Dawson, Hellen Mirren und Michelle Williams über den roten Teppich, zu helleren Tönen griffen Tilda Swinton oder Jodie Foster. Einen sanften Kontrast dazu bilden die Roben in zarten Pastelltönen wie sie Jessica Alba, Heidi Klum, Charlize Theron und Elle Macpherson trugen. Absoluter Trend: figurbetonte Schnitte im Meerjungfrauen-Stil.Das als „The Body“ bekannte Topmodel Macpherson führte durch den glamourösen Abend, bei dem wie auch in der Oscar-Nacht, die großen Roben der Schauspielerinnen die wichtigste Nebenrolle spielen. In der Hauptrolle, natürlich, die Trophäen. Und davon gab es bei den 69. Golden Globes wieder einmal jede Menge. Nicht ganz überraschend, deswegen aber nicht weniger verdient, ging die Auszeichnung als beste Dramadarstellerin an Meryl Streep für ihre Rolle als Margaret Thatcher in „Die Eiserne Lady“.
Als ihr männliches Pendant bekam Frauenschwarm George Clooney den goldenen Erdball für seine Hauptrolle in „The Descendants – Familie und andere Angelegenheiten“. Gleichzeitig gewann sein Streifen, in dem Clooney selbst einen gestressten Familienvater spielt, den Golden Globe als bestes Drama.
Zum Sieger des Abends allerdings avancierte ganz und gar kein typischer Hollywood-Streifen. Der Stummfilm „The Artist“ räumte gleich drei der begehrte Preise ab. Mit seiner Hommage an die Stummfilm-Ära Hollywoods und dem kleinen Jack-Russell-Terrier Uggie in der Hauptrolle nahm der französische Regisseur Michel Hazanavicius die Trophäe für die beste Komödie, für Filmmusik und für den sprachlosen Auftritt von Comedy-Hauptdarsteller Jean Dujardin mit nach Hause.
© REUTERS
Schon vor der glamourösen Verleihung war der Ehrenpreis der diesjährigen Golden Globes verkündet worden: Der 74-jährige Morgan Freeman bekam die Auszeichnung für sein Lebenswerk und seine Verdienste um die Filmkunst.
Für den Spruch des Abends sorgte Ricky Gervais, als er die Auszeichnung für Madonna anmoderierte. In Anlehnung an verschiedene Hits der Popdiva kündigte der Comedian die Sängerin und Neu-Regisseurin als „Material Girl“ und mit einem ironischen Räuspern als „Like a virgin“ an. Doch Madonna, die für den Song „Masterpiece“ in ihrem zweiten Film „W.E.“ geehrt wurde, konterte direkt: „Wenn du dieser Meinung bist, dann lass uns etwas dagegen unternehmen.“
Ob ihr Press-Dekolleté dazu verführen konnte? Fraglich. Madonna setzte zwar auf angesagtes Smaragdgrün zum Glitzeroberteil, wirkte allerdings eher bieder als verführerisch. Da hatten andere auf dem roten Teppich mehr funkelnde Trümpfe im Paillettentrend aufzuweisen.
Wer neben Evan Rachel Wood, Laura Dern und Salma Hayek bei den Golden Globes 2012 sonst noch glänzte, sehen Sie in unserer Bildergalerie.
Die wichtigsten Preisträger:
- Beste Darstellerin – Drama: Meryl Streep („Die Eiserne Lady“)
- Bester Darsteller – Drama: George Clooney („The Descendants“)
- Beste Komödie bzw. Musical: „The Artist“
- Beste Darstellerin – Komödie bzw. Musical: Michelle Williams („My Week with Marilyn“)
- Bester Darsteller – Komödie bzw. Musical: Jean Dujardin („The Artist“)
- Beste Nebendarstellerin: Octavia Spencer („The Help”)
- Bester Nebendarsteller: Christopher Plummer („Beginners“)
- Bester Animationsfilm: „Tim und Struppi“
- Bester nicht-englischsprachiger Film: „A Separation“ (Iran)
- Beste Regie: Martin Scorsese („Hugo”)
- Bestes Drehbuch: Woody Allen („Midnight in Paris”)
- Beste Filmmusik: Ludovic Bource („The Artist”)
- Bestes Filmlied: Masterpiece („W.E.”)











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