Society-ReportDas Geheimnis der It-Girls

Text: Marlene Sørensen
© Reuters

Aber It-Girls sind nicht etwa talentlos. Sie machen in Filmen und Mode, entwerfen Schmuck, malen, schreiben oder sind, auch sehr beliebt, Aktivistin. Der begehrteste Job ist allerdings der der Muse. Da reicht die bloße Anwesenheit. Sie können es sich meistens leisten, kein Geld zu verdienen (Erbinnen), haben ungewöhnliche Namen (Paz, Mischa, Bryce) und einen Modestil, der sie vom Rest des Masse abhebt (übrigens: Stylisten sind unter It-Girls verpönt. Man ist selbstverständlich genial genug, um seinen eigenen Stil zu kreieren). Ob man ihre Klamotten geschmackvoll findet oder nicht, ist vollkommen egal. Viel wichtiger ist, dass sie polarisieren.

Was auch immer „It“ ist – es hinterlässt das Gefühl von etwas Besonderem, an dem man teilhaben will. Und es bringt Einladungen auf die besten Partys, Portfolios in Style-Magazinen und vielleicht den heiligen Gral des „It“: das Cover von „Vanity Fair“. Der Rest ist Hörensagen, gute PR, ein oder zwei Skandälchen und Wangenknochen, mit denen man Rohdiamanten zu Brillanten schleifen könnte. Und wenn alles zusammenkommt, ändern für einen kurzen Moment die Sterne ihre Konstellation, fügt sich alles zum perfekten Bild einer Frau.