Männermode Fashion-Victim, nein danke!

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© Reuters
Viele derart gestrafte Frauen wünschen sich daher heimlich einen Italiener oder Franzosen an ihre Seite. Männer, die ein süchtig machender After-Shave-Hauch einhüllt, während sie die Croisette in Cannes entlangflanieren. Männer, die es als ihre Lebensaufgabe ansehen, den Pullover-um-die-Schultern-Knoten zu perfektionieren. Männer mit makellos geschnittenen Frisuren, Hosen in der richtigen Länge und veilchenfarbenen Maßhemden zum gebräunten Teint. Wie gut würde man neben so einem feinsinnigen Naturell zur Geltung kommen!

Jude Law kommt dieser Vorstellung schon sehr nahe. Von dem britischen Beau existiert kein einziges Foto, auf dem er nicht phänomenal aussieht. Selbst wenn er nur mal kurz zu Starbucks um die Ecke läuft, gibt es an seinem Outfit nichts auszusetzen. Natürlich versucht er den Eindruck zu erwecken, als hätte er sich eben schnell etwas übergeworfen. Doch dafür achtet er zu sehr auf jedes Detail.
Beispielsweise bindet er sich zum weinroten Kaschmirpulli mit V-Ausschnitt einen schmalen Schal um den nackten Hals. Zum Niederknien!? Doch halt ...

Kann man einen Mann ernst nehmen, der, bevor er das Haus verlässt, zunächst diverse Hosen anprobiert und anschließend vor dem Spiegel steht und minutenlang den Sitz des Schalknotens überprüft?
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Fashion-Victim, nein danke!
ernst  |  10.07.2008, 02:39
Natürlich darf er!
Es wird allerhöchste Zeit, dass die Männermode vielseitiger und bunter wird. Es ist ja nicht mehr zum Aushalten was einem da so vorgesetzt wird! Die Männermode ist so einseitig, langweilig und in meinen Augen nur noch traurig. Tatsächlich muss Mann sich schon sehr anstrengen um z.B. etwas anderes als die ewig gleichen Treckingsandalen zu finden. Es ist sicher gut, seine Frau vor absoluten Fehlgriffen zu warnen, aber genauso gut wäre es, wenn Frauen ihre Männer zu mehr Mode ermutigen würden. Mehr Farben, Formen und Schnitte für Männer!
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