Schluß mit RöhrenjeansWillkommen Marlene-Hose

Text: Wäis Kiani

Wer in den letzten vier Jahren über die superenge Hosenmode gestöhnt hat, kann sich freuen. Die Marlene-Hose mit super-extra-mega-weiten Beinen ist da. Zum Glück! Bisher blieben meine großen Füße beim Ausziehen von Röhrenjeans oft stecken und ließen sich nur mit heftigen Verrenkungen befreien.

Die nächste gute Nachricht lautet: Nie wieder entblößte Pos! Denn das ist das zweite Übel an den ultratief sitzenden Röhren: Sie sind so knapp geschnitten, dass man ständig freie Sicht auf Pofalte oder Unterhosenbund hat.

In die beiden vor Kurzem gekauften Marlene-Hosen kann ich sogar mit Schuhen hineinschlüpfen. Wunderbar! Ich muss auch nicht schweißgebadet auf dem Rücken liegen und die Luft anhalten, damit der Reißverschluss zugeht. Bei den taillenhohen Hosen brauche ich noch nicht einmal den Bauch einzuziehen.

Ich gehe also völlig entrückt ob meiner veränderten Silhouette und meiner gesteigerten Lebensqualität los, um der Welt meine neuen Hosen zu präsentieren. Die Reaktionen sind alles andere als begeistert. „Ach, du hast eine von diesen krassen Marlene-Hosen an", sagt Nina und rümpft die Nase. „So etwas ziehe ich auf keinen Fall an", meint Martina mit einem Kopfschütteln. Und Susanne findet: „Dazu bin ich zu klein. Die macht kurze Beine.“ Kurzum: die gleiche Situation wie im Sommer 2003, als alle behaupteten, zu dick, zu kurz oder zu feige für eine Röhre zu sein.

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Willkommen Marlene-Hose