MTV Europe Music Awards 2012Heidi Klum verschnürt, Taylor Swift verzaubert

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Die Tops und Flops
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Taylor Swift ist die Gewinnerin des Abends. Die Country-Sängerin nahm bei den MTV Europe Music Awards drei Trophäen mit nach Hause – eine davon für den besten Look. Diese hat sie ebenso verdient, wie die Auszeichnungen für die beste Sängerin und die beste Live-Show. Eindrucksvoller Beweis: In einer fließender Robe in Offwhite mit geometrischen Glitzerelementen schwebte die 22-Jährige über den roten Teppich. Und war damit der am besten gekleidete Star der Verleihung in Frankfurt.

„Germany’s next Topmodel“-Mama Heidi Klum moderierte die Zwei-Stunden Show, die ganz auf Zirkus gestylt war, begleitet von Gauklern, Feuerspuckern und Artisten. Auf dem roten Teppich trug die 39-Jährige eine Kreation, die wie aufgeplatzt und notdürftig geflickt wirkte. Später wechselte Klum ihr Outfit noch fünf Mal, zeigte aber nicht die besten Looks ihrer Karriere. Die von Versace designten Kleider spielten allesamt ebenfalls mit dem Zirkus-Motiv. Der letzte Auftritt des Abends gebührte der neuen Königin des Pop, Taylor Swift, die dafür in ein sexy Dompteusen-Kostüm schlüpfte.

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'Was für eine Wahnsinnsnacht!!! Ich kann euch gar nicht genug danken. Ich liebe euch!“, twitterte Taylor Swift nachdem sie die drei Preise als beste Sängerin, für die beste Live-Show und den besten Look abgeräumt hatte.

Der kanadische Teenieschwarm Justin Bieber wurde zum dritten Mal in Folge zum besten Sänger gekürt und gewann außerdem in den Kategorien „Best Pop“ und „Best World Stage“. Der 18-Jährige kam allerdings nicht persönlich zur Verleihung, sondern bedankte sich nur per Videobotschaft bei seinen Fans.

In der Frankfurter Festhalle kreischten etwa 8000 Zuschauer ihren Idolen zu, so auch Carly Rae Jepsen. Die 26-Jährige gewann zwei Preise, darunter die wichtige Auszeichnung „Bester Song“ für ihren Ohrwurm „Call Me Maybe“. Die Kanadierin stach unter anderem die Top-Favoritin des Abends aus, die Sängerin Rihanna, die in sechs Kategorien nominiert war, jedoch komplett leer ausging. Auch Lady Gaga war mehrfach nominiert gewesen, ohne einen Preis zu bekommen.

Für ein bisschen europäisches Flair sorgte die irisch-britische Boygroup One Direction. Sie bekam zwei Preise, für die größten Fans und als beste Newcomer, war aber nicht live vor Ort. Für das beste Video wurde Psy aus Südkorea ausgezeichnet, der mit seinem hunderte Millionen Mal im Internet angeklickten Hit „Gangnam Style“ und dem dazugehörigen Tanz-Stil den Saal rockte.

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So wie an Whitney Houston lieben wir den Glitzerglamour und die Schulterpolster der 80er-Jahre: Hier ein Bild vom Konzert in Paris am 18. Mai 1988. Die im Februar verstorbene Sängerin bekam den „Global Icon“-Award.

Viele Preise wurden nur per Einspielung bekanntgegeben, etwa Nicki Minaj für den besten Hip-Hop-Song, Linkin Park als beste Rock-Gruppe und David Guetta für „Best Electronic“. Die Fans hatten im Internet über ihre Pop-Idole abgestimmt. Laut MTV gingen in diesem Jahr 184 Millionen Stimmen ein, vergangenes Jahr waren es 158 Millionen gewesen. Die Preisverleihung wurde dem Veranstalter zufolge in fast 700 Millionen Haushalte übertragen.

Nur wenige Preisträger waren schon vor Beginn der Show bekannt gewesen: Die im Februar mit 48 Jahren gestorbene US-Pop-Diva Whitney Houston wurde posthum als „Global Icon“ geehrt. „Du hast Maßstäbe gesetzt für Generationen“, sagte Kollegin Alicia Keys. Sie habe Houstons „göttliche Stimme“ schon als Kind bewundert. „We love you forever.“

Stunden vor Beginn der Show sammelten sich die Fans vor der Festhalle am roten Teppich. Als einer der ersten lief Tim Bendzko darüber. Er war schon vorher als „Best German Act“ gekürt worden und zeigte seine Trophäe stolz bei Facebook. Auch die beiden Eurovisions-Siegerinnen Lena Meyer-Landrut und Loreen schritten zum Glamour-Event. Die Frontmänner der Band BossHoss zeigten sich mit der Siegerin ihrer Casting-Show, Ivy Quainoo, vor Fans und Fotografen. Nach der Veranstaltung twitterte Heidi Klum Glückwünsche an Taylor Swift und: „Auf der Aftershow-Party. Endlich bekomme ich meine Würstchen!“

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Quelle: dpa
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