Namensgedächtnis adeWer stellt wen wem vor?

Wenn Sie alle Namen zur Hand haben, dann so: Ein Mann wird einer Frau vorgestellt, der Jüngere dem Älteren, der Nobody dem Big Shot. Etwa so: „Julia, dies ist mein alter Schulfreund Brad Pitt. Brad, Julia hat auch schon ein paar Filme gedreht.“ (Solche Zusatzinfos sind immer nett, denn dann haben die zwei gleich was zu reden.)

Oder: „Gerd, darf ich dir meine Putzfrau Frau Stange vorstellen? Frau Stange, Sie erinnern sich bestimmt an unseren Bundeskanzler.“ Ausnahme: Bei Business-Meetings ist der kleinste Kunde wichtiger als der eigene Vorstandsvorsitzende. Und wenn man jemanden einer ganzen Gruppe vorstellt, nennt man der Einfachheit halber seinen Namen zuerst.

Und wenn man sich auf der Straße trifft?

Nehmen wir an, Sie gehen mit einer Freundin shoppen und treffen Ihren Boss. Ehe Sie mit ihm reden, stellen Sie Ihre Freundin kurz vor: „Ich bin gerade mit meiner Freundin Silke auf Einkaufsbummel“. Sie kann danach, während Sie reden, immer noch diskret ins nächste Schaufenster starren, statt missachtet danebenzustehen.

Wie kann ich mir Namen besser merken?

Wir merken uns nur 20 Prozent dessen, was wir hören, aber 70 Prozent von dem, was wir selbst sagen. Wenn Ihnen also jemand vorgestellt wird, wiederholen Sie den Namen sofort. „Nett, Sie kennen zu lernen, Mr. Clooney.“ Falls Sie den Namen nicht verstanden haben, fragen Sie nach. Benutzen Sie den Namen noch einmal während des Gesprächs und bauen Sie sich eine Eselsbrücke.

Bei Clooney denken Sie vielleicht an Clown, weil Sie das in Verbindung mit seinen Lachfalten bringen. Ganz ungezogen wäre allerdings Folgendes: „George! Wie schön! Erinnerst du dich an mich?“ Das ist ähnlich riskant wie „Liebst du mich?“ oder „Was verdienen Sie so?“ Stellen Sie nie eine Frage, bei der Sie eine wahrheitsgemäße Antwort vielleicht nicht verkraften