HandySchwerhörige Dauerquatscher

© Ben Q

Dass man seine Beziehungsdiskussionen nicht öffentlich am Handy austragen sollte, ist ebenfalls klar, oder? „Heute Morgen warst Du spitze“ wollen wir genauso wenig hören wie „Dann zieh doch zu ihr“ oder „Ich hab jetzt doch diese ‚Du weißt schon’ – vielleicht gehst du auch mal zum Arzt.“

Doch auch Verkaufsgespräche von Vertretern jedweder Art sind unmöglich. Sätze wie „Aber sicher, Frau Biedermeier, machen wir uns doch beide glücklich“ und „Das ist ein Geschäft ganz wie ich es liebe, Frau Biedermeier, ich mache eben die Unterlagen fertig und jage sie zu Ihnen“ sind hiermit verboten.

Lassen Sie Ihr Handy in folgenden Situationen einfach unangetastet: im Aufzug, im Wartezimmer oder im Meeting („Mäuschen, ich kann grad nicht sprechen“). Immer dann, wenn Ihren Mitmenschen der Fluchtweg abgeschnitten ist, sollten Sie den Rufton ausschalten und ihr Handy nicht anrühren.

Und hallo, stellen Sie als Klingelton keine abgenudelte klassische Volksweise ein, auch Radetzkymarsch und Flohwalzer treiben uns die Schamesröte ins Gesicht. Sollten Sie auf der Suche nach einem passenden Ton sein, dann probieren Sie ihn nicht im Freibad, auf einem Wanderweg, in einer Hütte oder an einem sonnigen Tag im Straßencafé aus. Wir wissen, dass Sie toll sind und Ihr Handy noch toller.