Ich räume aufBin ich normal?

© creatas
Am Abend, bevor sie kommt, räume ich immer hektisch auf. Ist das noch normal?

Bleiben Sie noch kurz auf der Couch und atmen Sie tief durch: Unterbewusst sehen wir in jeder Putzfrau die erste Putzfrau unseres Lebens, die Putzfrau aller Putzfrauen, die Ur-Putzfrau: Mama. Und jedes Mal, wenn Putzfrauentag ist, sehen wir Mutti vor der Tür stehen und mahnend mit dem Finger wackeln.

Dennoch: nicht vorputzen. Betrachten Sie Ihre Enthaltsamkeit als entwicklungspsychologisch wichtige Maßnahme. Das Einzige, was Sie tun dürfen, um der Putzfrau die Arbeit zu erleichtern: Eindeutigkeit schaffen. Wenn Sie wollen, dass etwas in den Müll wandert, legen Sie es an einen dafür verabredeten Ort.

Wenn bestimmte Bereiche tabu sein sollen – Schreibtisch, Dessousschublade – es klar und deutlich sagen. Ansonsten tun Sie nichts. Sehen Sie es als Gefallen: Jede Putzfrau liebt es, einen Unterschied zwischen vorher und nachher herzustellen. Wobei … Okay, Drogen und Dildos vielleicht doch besser wegräumen.