Emma Watson Herrjemine, Hermine!

16.10.2007

 

Changierende Stoffe, Omas Schuhe, das Taubenblau und Papis Hemd haben eines gemeinsam: Sie sind nicht glamourös – da hilft auch die kindliche Schönheit von Emma Watson nicht weiter.
Text: Claudia Casagrande
© Reuters
Changierende Stoffe, Omas Schuhe, das Taubenblau und Papis Hemd haben eines gemeinsam: Sie sind nicht glamourös – da hilft auch die kindliche Schönheit von Emma Watson nicht weiter.Emma Watson ist bezaubernd und das nicht nur in der Rolle des Zauberkindes Hermine Granger. Die Haare sind im wahren Leben nicht ganz so wild wie die ihres Harry-Potter-Vorbilds, doch ein bisschen zerzaust sieht Emma auch auf dem roten Teppich aus. Ganz so als wäre sie gerade mit ihrem Besen angeritten gekommen. Das würde auch den Glanz in ihrem Gesicht erklären – von innen heraus, so als wäre ihr gerade ein besonders komplizierter Zauberspruch gelungen.
In den letzen Jahren haben wir von Film zu Film beobachten können, wie die kleine Emma vom Mädchen zur jungen Dame herangewachsen ist und wie sie damit auch ihren Kleidungsstil verändert hat. Watson hat von der Kinderabteilung direkt den Aufzug zu den Designerständen genommen und zeigt sich auf dem roten Teppich gerne in Chanel & Co.
© Reuters
Doch Stil fällt nicht vom Himmel, auch wenn das Kleid taubenblau ist! Diese Farbe ist an sich noch kein größeres Problem, wird es aber, wenn der ganze Körper darin eingehüllt wird. Erschwerend kommt im Falle Watson hinzu, dass der Stoff changiert. Erklärungsmöglichkeit eins: Ihr Bruder/Cousin/Neffe macht eine Ausbildung zum Bankkaufmann, ist sehr groß und Emma hat ihm sein Hemd geklaut. Möglichkeit zwei: Emma hat sich schon als Kind in das Hemd ihres Vaters (seines Zeichens Bankangestellter und das große Vorbild von Bruder/Cousin/Neffe) verliebt und wartete Jahre bis zu diesem Moment, um es auf dem roten Teppich der großen Öffentlichkeit zu präsentieren. Die Schleife, die offensichtlich erst im Nachhinein ihren Weg zum Hemd gefunden hat, musste notdürftig aus einer alten Kinderstoffhose geschnitten werden.

Und weil Emma nun eine große Dame ist, hat die Oma sie auf eine Einkaufstour in ihre Lieblings-Pumps-Boutique mitgenommen. Flugs fand die nette Verkäuferin in ihrer luftigen Strickweste und dem praktischen weißen Jersey-Polo ein paar Lackschuhe. Dass die nicht mehr in Emmas Größe vorhanden waren, störte kaum. Denn wie sagt Oma immer? Wer schön sein will … Vielleicht ist ja auch der unterdrückte Schmerz der Grund für Emmas schimmernde Augen?
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