Jennifer Connelly Jute statt Plastik

05.11.2007

 

Das Spannende am Kleid von Jennifer Connelly ist doch: „Was würden wir sehen, wenn ein Ring aufginge?“ Sicher ist – es kann nur besser werden!
Text: Claudia Casagrande
© Reuters
Das Hauptproblem an Jennifer Connellys Outfit ist: Die Farbe steht ihr nicht. Das gleiche Kleid an einer anderen Frau, sagen wir an Jennifer Lopez, und schon würden sich unsere Stil-Augen beruhigen. Das Kleid verändert sich an Connelly zu sehr zu einem Nachtgewand des 19. Jahrhunderts. Wenn ich mich nur auf das Oberteil konzentriere, addiert mein Geschmackshirn automatisch eine Pluderhose als Unterteil dazu. Wenn ich dann dieses „Ich hab mich getraut!“-Grinsen erblicke, kann ich sie schon nicht ernst nehmen. Zu schade, denn Frau Connelly pendelt zwischen Geschmackshimmel und -hölle.
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Mal zeigt sie sich mit geglätteten Haaren und einem wundervollen schulterfreien Kleid, mal mit Forties „Hairdoe“ und Glamour-Robe stilsicher auf dem roten Teppich und dann wieder im bunten Puppen-Dress.

Wobei, und hier wären wir wieder zurück beim aktuellen Nude-Kleid, Jennifer im bunten Kleidchen eine gute Figur macht.
Die Schuhe passen natürlich gar nicht – aber sie hat wohl generell noch nicht so raus, wo sie ihre Füße reinstecken sollte (siehe Ungetüme in Schwarz-Weiß). Ich hangle mich also vom nicht zu ertragenden Oberteil den Körper hinab und muss sagen: Clutch und Armreifen sind gut gewählt.
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Nächster Halt: Die bereits erwähnte Schuhkatastrophe. Gab es diese goldenen Geisha-Stelzen nicht mehr eine Nummer größer? Bei diesem Anblick schmerzen mich stellvertretend meine eigenen Zehenkuppen und der große und der kleine Zeh stellen sich schon mal verbrüdernd tot. Der Absatz beziehungsweise die Höhe der Schuhe erklärt auch die leichte Rückenlage von Frau Connelly. Unsere Empfehlung an die Oscar-Preisträgerin lautet: Klassischer italienischer Stil steht Ihnen besser als diese römisch-biologische Variante.
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