Kirsten DunstVorgezogener Vorhang

Text: Claudia Casagrande
© Reuters

Neulich sah ich Mary auf der Bühne. (Ja, die gibt es noch – und Georg Preuße ist immer noch die perfekte Frau). Zu Beginn ihrer Vorstellung erzählte die Travestiekünstlerin von ihren ersten Bühnenkostümen: Der Vorhang der Mutter musste herhalten. Das reichte zunächst nur für vorne – bis die zweite Vorhanghälfte auch das Hinterteil bedeckte. Sicherlich ist Kirsten Dunst speziell nach ihrer Rolle im dritten Spider-Man-Film nicht so knapp bei Kasse, dass sie sich in einen Vorhang hüllen müsste, aber es hat fast den Anschein. Hat sie sich nicht doch ein Stück Tüll umgeschlungen, an der Brust festgezurrt und dann die Schärpen hängen lassen?

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Von vorne lasse ich mir das ja noch gefallen, aber von der Seite ist dieses Outfit so unvorteilhaft, wie es nur sein kann. Ein Babydoll hat zwar eine A-Form, sollte aber nach der Brust möglichst gerade am Körper herunterhängen und die schlanken Beine betonen. Kirsten hat sich für eine lange Version entschieden, also nichts mit Beinen, dafür aber eine komische Kaschier-Schleppe vor dem Bauch. Vielleicht muss ich mich in Kürze an dieser Stelle entschuldigen bei Kirsten und den Plusterfans, weil sie tatsächlich schwanger ist und sich dazu noch nicht äußern wollte. Aber ganz ehrlich, dann ist das Kleid auch nicht gerade geschickt gewählt. Als rosa Wolke ist Frau Dunst nicht gerade unauffällig auf dem roten Teppich.