Maggie GyllenhaalFashion, bitte!

Text: Anke Sörensen
© Reuters

Also, ich stelle mir das so vor: Da steht Maggie Gyllenhaal vor ihrem Kleiderschrank und sucht ein passendes Outfit. Sie weiß, alle werden perfekt aussehen. Die Konkurrenz ist groß. Wenn Stars auf Designer treffen, die Mode im Zentrum steht, will jede die Schönste sein. Trendfarben wie Pink, Lila und Weiß stehen zur Zeit hoch im Kurs. In den Farben hat Maggie aber gerade nichts da. Oder die vorhandenen Kleider gefallen ihr nicht. Jetzt bekommt sie richtig schlechte Laune. Es naht das drohende: „Ich hab NICHTS anzuziehen!“

Doch da, ganz hinten, da liegt noch was. Schwarzer BH drunter, Pluderhose an. Wo Tunikas nach wie vor angesagt sind, tut es doch auch ein Zelt. Wenn auch grün-schwarz-kariert und mit seltsam silbern glitzernden Karos. Egal, die Zeit drängt. Noch schnell die Nägel und Lippen in Knallrot lackieren, dann kann es losgehen.

Vielleicht war auch alles ganz anders, Miss Gyllenhaal. Aber was hat Sie dann bitte dazu bewogen, in einem Outfit zu erscheinen, das wie aus der „Big is beautiful“-Abteilung eines namhaften schwedischen Modehauses aussieht? Und warum fällt Ihnen das erst vor Ort auf? Und wenn sowieso schon alles zu spät ist, dann machen Sie doch wenigstens das Beste draus. Soll heißen: Füße zusammen, Brust raus, stolzer Blick. Denn es könnte irgendwo ein Fotograf in der Nähe sein...