Modische SpinnereienCate Blanchett verfängt sich im Netzkleid

Wir sind uns spinnefeind ... mit einem Look, den Cate Blanchett gerade präsentierte. Bei der Premiere des neuen Woody Allen Films "Blue Jasmine" in Paris zeigte sie sich in einem farblosen Netzkleid auf dem roten Teppich. Wir fragen uns: Wieso hat die sonst so stilvolle Australierin sich in dieses triste Spinnennetz wickeln lassen? Wollte ihr Stylist ihr das Image einer Schwarzen Witwe verpassen?

Wie selbst gehäkelt und schnell zusammengenäht sieht das Kleid von Christopher Kane aus, durch die wild verlaufenden Fäden verliert sich jegliche weibliche Form. Da kann der schwarze Tüllrock auch nicht mehr aus der Fashion-Falle helfen. Von Glamour und Hollywood-Flair fehlt bei diesem Look der Australierin jede Spur - fast schon verstaubt sieht das graue Netzkleid aus.

© REUTERS
Und auch als Meerjungfrau, die ins Netz gegangen ist, würde die Australierin nicht durchgehen: Zu fade und unglamourös wirkt ihr Outfit. Die Schauspielerin mit dem Porzellanteint hätte definitiv mehr Farbe vertragen können, denn in diesem Kleid wird sie leicht übersehen.

Mit viel Einbildungskraft grinst dem Betrachter auf der linken Kleidseite auch noch ein gruseliges Gesicht entgegen.

Dass sich Cate Blanchett gerne mal an gewagtere Schnitte und Muster traut, ist bekannt - und meistens wird sie für diese Experimentierfreudigkeit auch von der Fashion-Polizei gelobt. Denn brave Kleider im süßen Romantik-Look sind nichts für die Hollywood-Schauspielerin. Dieser Look hat allerdings nichts mit gutem Stil zu tun, sondern sieht aus, als hätte die 43-Jährige ihn aus einer Mottenkiste gezogen. Als blasses Schlossgespenst oder gefährliche Spinne hätte Woody Allen sie so gleich für seinen nächsten Film engagieren können.

Wir finden: Cate Blanchett soll weiterhin Mut beweisen und sich an extravagante Roben wagen, allerdings nicht an solche, die wie selbstgebastelt aussehen!



mz