Veruschka von Lehndorff Vom anderen Stern
19.02.2009
Die gute Nachricht: Sie kam in Frieden! Die schlechte: Veruschka von Lehndorff sah auf dem Teppich der Berlinale aus wie ein außerirdischer Hobbit.
Text: Markus Weiß
Veruschka von Lehndorff war in den Sechzigern eines der deutschen Topmodels, sozusagen die Claudia Schiffer der Swinging Sixties. Auf der diesjährigen Berlinale erschien die selbstständige Malerin und Performerin in einem tristen und eintönigen Outfit – auf den ersten Blick jedenfalls. Das wahre Farbspiel in Blau, Rot und Grün lief eher im Verborgenen: Die Blaublütige hatte sich auf dem roten Teppich der Berlinale nämlich scheinbar von kleinen grünen Männchen stylen lassen.
Wie eine 1,83 Meter große Außerirdische schritt das Ex-Model über die prominente Auslegware, gekleidet in einen grauschimmernden Schlabber-Schlauch, einer paillettenbesetzten Haube und nicht näher zu definierenden Schwerkraft-Stiefeln. Komplett betrachtet sah es aus, als würde ein extraterrestrischer Hobbit über die Filmfestspiele herfallen.Möglicherweise ist das Schlauchkleid mit Mützenkombination ja der Renner auf dem Planeten, von dem die 70-Jährige für diese Stipp-Visite eingeflogen ist. Schließlich hat Frau von Lehndorff einen Faible für den außergewöhnlichen Geschmack. Schon bei der Premiere des vorletzten James Bond-Abenteuers „Casino Royal“, in dem die Adelige eine Gastrolle hatte, erschien sie in einem dieser schrägen Ensembles. Teilt sie sich am Ende gar einen Kleiderschrank mit Ex-Bondgirl Grace Jones? Ich könnte schwören, die vor gar nicht allzu langer Zeit in einem ähnlichem UFO – also unbekanntem Fashion-Objekt – gesehen zu haben ... Hilfe! Houston, wir haben ein Kleider-Problem!
Stil-Spionin
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