Stilkritik Environmental Media AwardsHayden Panettiere verliert das Spiel mit Transparenz

[kein Linktext vorhanden] Transparenz ist ja nun seit einiger Zeit der große Trend auf den roten Teppichen. Gerade mit schwarzer Spitze lässt sich so schön subtil mit Sex-Appeal spielen. Da dürfte es sich eigentlich inzwischen herumgesprochen haben, was zu den Stylinggeheimnissen gehört. Nämlich einerseits: Unterwäsche-Blitzer sind kein Trumpf im Spiel um den Look des Abends. Punkte sammeln lässt sich höchstens, wenn die Lingerie, die hervorspitzt, etwas Besonderes ist.

Beides ist offenbar nicht zu Hayden Panettiere durchgedrungen. Die Schauspielerin verlor das Spiel mit der Transparenz auf dem Weg zu den Environmental Media Awards: Auf dem grünen Teppich in den Warner Bros. Studios blitzten hautfarbene BH-Pads unter der schwarzen Spitze hindurch. Da half auch Panettieres Strahlelächeln nicht über den Fashion-Fauxpas hinweg. Nun ja, wollen wir ihr zugutehalten, dass sie aufgrund der Verlobung mit Wladimir Klitschko gerade blind vor Liebe ist. Andererseits ging es an diesem Abend genau darum, solche Banalitäten außen vor zu lassen. Hayden Panettiere griff die Klatschblätter an, die sich mehr für eine nackt tanzende Miley Cyrus und private Details interessieren würden, als dafür den Planeten zu retten. „Ich meine, die Tatsache, dass ich 1,56 Meter groß bin und mein Freund 1,98 Meter wird der Umwelt nicht helfen“, sagte sie in ihrer Dankesrede zum Award in der Kategorie Zukunft, wie „Variety.com“ zitiert. „Tut es nicht. Und genausowenig hilft ‚Twerking‘ die Umwelt zu retten.“ Die Schauspielerin setzt sich beispielsweise für die Walstiftung ein.

Eine andere Promi-Dame bewies anlässlich der Veranstaltung, die das Umweltbewusstsein in Film und Fernsehen betrachtet, Stilgefühl: Luciana Damon. Die Frau von Matt Damon betonte ihre Kurven in einer nachtblauen Off-the-shoulder-Robe. Ausgezeichnet waren auch seine Streifen „Promised Land“ und „Last Man Standing“ als Anti-Fracking-Beiträge. Überhaupt war dieses Thema das beherrschende der Environmental Media Awards. Dass Matt Damon sich außerdem seit Jahren für sauberes Wasser in Sambia einsetzt, ehrten die Veranstalter mit dem Preis für kontinuierliches Engagement.

Die Auszeichnung für sein Lebenswerk bekam Bill McKibben, der unermüdlich für eine grünere Welt kämpft. Der Umweltaktivist bedankte sich mit den Worten: „Wir brauchen nicht nur Möglichkeiten, um vergnügliche und einfache Dinge zu tun, wie coole Autos zu fahren, sondern wir brauchen Dinge, die für uns und andere unbequem sind.“

 

Alle Gewinner im Überblick:

Feature Film: „Promised Land“

Documentary Film: „Gasland Part II“

TV Episodic Drama: „House of Cards, Chapter 9“

TV Episodic Comedy: „Last Man Standing, Mother Fracker”

Reality TV: VICE Gangs & Oil

Children’s TV: Nick News with Linda Ellerbee „What’s the Deal with Fracking?”

Digital Content: Overview by Planetary Collective

Ongoing Commitment Award: Matt Damon

Futures Award: Hayden Panettiere

Lifetime Achievement Award: Bill McKibben

Green Parent Award: Anna Getty

 

Und da ein paar modische Banalitäten auch dazu dienen, die Aufmerksamkeit auf den grünen Teppich zu lenken, sehen Sie in unserer Bildergalerie Tops und Flops der Environmental Media Awards.