Stilkritik MTV Movie Awards 2013Bauchfrei und absichtliche Nippelblitzer

Die Tops und Flops
MTV Movie Awards 2013, Stilkritik, Tops und Flops

Statt dem Goldjungen bei den Oscars buhlen die Stars bei den MTV Movie Awards um die goldene Popcorntüte. Viel lockerer geht es anlässlich dieser Preisverleihung denn auch in Sachen Outfits auf dem roten Teppich zu. Statt in der großen Robe kamen Emma Watson, Selena Gomez und Chloe Grace Moretz in der kurzen Variante. Klarer Farbtrend: Weiß und andere helle Farbtöne von Off-White bis zu Champagner.

So trug Schauspielerin Anna Camp ein hautenges Kleid von Hervé Léger in Elfenbein, cool aufgepeppt mit Accessoires in Orangerot. Model Karlie Kloss wählte ein knieumspielendes Cut-out-Kleid von Cushnie et Ochs, das sie im Vergleich zur Laufstegvariante sogar noch ein wenig bauchfreier machen ließ. Womit wir direkt bei einem der Sommertrends 2013 wären: bauchfrei. Kylie Jenner führte ebenfalls vor, wie dieser funktioniert, nämlich gerne mit Bustier-Top und hochgeschnittenem Rock, sodass der Bauchnabel nicht zu sehen ist. Kylie Minogue wählte ihrem Alter entsprechend dagegen eine dezente Version der Bauchschau und ließ unter dem Metallic-Kleid von Paco Rabanne nur ein bisschen Haut durch die Blockstreifen blitzen.

Extrem freizügig zeigte sich Moderatorin Rebel Wilson. Sie schockierte in ihrer Comedy-Einlage zu Beginn, als sie ihre falsche Brust mit zwei Brustwarzen entblößte und dafür warb: „Liebt euren Körper so wie er ist“. Ähnlich schrill ging die Preisverleihung weiter.

© REUTERS
Die Preisträger

Der Superheldenfilm „Marvels The Avengers“ hat bei der Vergabe der MTV Movie Awards den Hauptpreis als „Film des Jahres“ gewonnen. Das Werk holte außerdem die Trophäen für den besten Kampf und den besten Bösewicht, gespielt von Tom Hiddleston.

Oscar-Preisträgerin Jennifer Lawrence und ihr Kollege Bradley Cooper gewannen für „Silver Linings“ drei Preise: Jeweils als beste Schauspielerin und bester Schauspieler und mit ihrer Gemeinschaftsleistung für den besten Filmkuss.

Lawrence, die bei der Preisverleihung fehlte, stach Kolleginnen wie Anne Hathaway und Emma Watson aus. Watson bekam jedoch den Award in der Kategori „Trailblazer“. Cooper setzte sich gegen Oscar-Preisträger Daniel Day-Lewis, Ben Affleck, Jamie Foxx und Channing Tatum durch. Taylor Lautners nackter Oberkörper in „The Twilight Saga: Breaking Dawn – Teil 2“ bescherte ihm die Trophäe in der neuen Kategorie „Beste Darbietung ohne Hemd“. Als bestes Filmduo setzten sich Mark Wahlberg und Seth MacFarlane, der dem frechen Teddy in „Ted“ seine Stimme gab, durch.

Die australische Leinwandkomikerin Rebel Wilson, die als Gastgeberin auf der Bühne stand, nahm für ihre Rolle in „Pitch Perfect“ die Trophäe für die beste „Breakthrough“-Darbietung an. Die „Pitch Perfect“-Comedy gewann auch für den besten „musikalischen Moment“. Quentin Tarantinos Sklavenwestern „Django Unchained“ brachte Jamie Foxx und Samuel L. Jackson die Trophäe für den besten „WTF (What the Fuck) Moment“ ein.

Neben den Preisen – in Form einer vergoldeten Popcorntüte – gab es Starauftritte und Showeinlagen. Selena Gomez präsentierte ihre neue Single „Come & Get It“. Schauspieler Liam Hemsworth stellt den ersten Trailer zu der mit Spannung erwarteten „Hunger Games“-Fortsetzung „Die Tribute von Panem – Catching Fire“ vor.

Die Trophäen spiegeln eher den Geschmack der jüngeren Kinogänger wider. MTV-Zuschauer hatten selbst Gelegenheit, ihre Filmlieblinge online zu wählen. Im vergangenen Jahr wurde „Twilight – Biss zum Ende der Nacht – Teil 1“ zum Kinofavoriten des Jahres gekürt.

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Quelle: keko/dpa
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