Kate MossStylisch oder langweilig?

Text: Claudia Casagrande

Stylisch oder langweilig?

Model Kate Moss on cover of September 2006 issue of Vanity Fair magazine
Pro: Fashion-Ikone

Auf dem Cover des amerikanischen Modemagazins „Vanity Fair“ trägt sie nichts außer einer weißen Pelzkappe, langen weißen Handschuhen und hohen Lederstiefeln. Ihre nackte, alabasterfarbene Haut scheint makellos und nichts erinnert an die Kate, die noch vor Wochen in der Regenbogenpresse zu sehen war. Gehetzt und auf der Flucht vor Drogensucht und Paparazzi.

Die schlechte Presse, die ihr ihre Drogenaffären und ihre Beziehung zu Musiker Pete Doherty eingebracht hatte, schien vergessen. Das renommierte US-Magazin wählte Moss nun sogar zur bestangezogenen Frau der Welt. Fashion-Director Michael Roberts kommentierte die Wahl: „Kate ist DIE Stil-Ikone unserer Zeit. Sie sieht fantastisch aus – egal, ob sie in den Supermarkt geht oder einen roten Teppich betritt.“

Contra: Unstylish

Ganz anderer Meinung sind die Modekritiker ihres Heimatlandes. Der britische „Guardian“ zeigt sich schwer enttäuscht von Kate Moss. So behauptet die Modeexpertin Paula Cocozza, Kate habe ihren Sinn für Stil verloren. Jahrelang habe das Topmodel Frauen in aller Welt beeinflusst und Trends diktiert. Doch seit ein paar Monaten sei es vorbei mit ungewöhnlichen gelben oder silbernen Kleidern. Keine neuen Handtaschen werden durch Kate berühmt. Stattdessen trage Kate das gleiche Outfit wie im letzen Sommer: Hot Pants und Stiefel.