V.I.P.-Glamour Machen Sie sich (richtig) wichtig
Mehr Aufmerksamkeit! Zwölf kleine Tricks für schnellen V.I.P.-Glamour.
Text: Renate Rosenthal
Im Taxi immer hinten sitzen. Wenn der Fahrer via Rückspiegel mit Ihnen quasseln will, freundlich lächeln und hinter der Zeitung verschwinden. Geben Sie zum Abschied ein kleines Trinkgeld mit dem Satz „Ich bin schon lange nicht mehr so relaxed gefahren worden“.„Lassen“ Sie im neuen Snobby-Restaurant reservieren (auch wenn Sie selbst anrufen). Zur Not erfinden Sie einen Firmennamen, irgendetwas mit Design: „Elektra-Design, guten Tag, ich möchte für Frau Desirée Rheingarten einen Tisch reservieren …“
Nennen Sie immer Vor- und Zunamen, das klingt nach mehr Persönlichkeit. Wenn Ihr Allerweltsname hinderlich ist, hängen Sie etwas an: Ihre Stadt – Müller-Nürnberg. Oder Ihren Lieblingsdesigner – Müller-Versace. Ob das rechtens ist? Wen kümmert das schon beim Reservieren?
Geben Sie im Krankenhaus vorab ein großzügiges Trinkgeld. Ab 50 Euro aufwärts für alle Schwestern Ihrer Station. Und signalisieren Sie vorher Ihren 30 Freunden und Feinden, dass das Größte für Sie ein Blumenstrauß ist, wenn Sie nach der Narkose die Augen öffnen. Nichts macht mehr Eindruck auf Pfleger und Ärzte als ein Meer von Blumen, das eine Patientin umgibt.
Im Hotel wird man nur dann wahrgenommen, wenn man sich beschwert. Im simpelsten Fall ist es ein Problem mit der Reservierung, im obskursten Fall hat ein Zimmermädchen aus Versehen die hochkarätige Einladung in den Müll geworfen. Egal was (Hotels, jetzt mal weghören), schaffen Sie eine kleine Missstimmung, die Sie zum Brodeln bringt. Danach gibt es eine glückselige Auflösung. Sie bleiben in Erinnerung und werden beim nächsten Einchecken vor Angabe der Personalien bereits mit Namen gegrüßt.
Wenn es nur für ein kleines Auto reicht, dann wenigstens in der Trendfarbe Weiß. Erklären Sie den Wagen zum Must-have der Metropolenbewohnerin, das man zum Power-Shopping, Umwelt schonen und schnellen Einparken braucht. Nur Provinzler erwähnen Kostengründe.
Im Artikel blättern
1
Machen Sie sich (richtig) wichtig
T. D.
| 25.05.2009, 21:14
Neue Mitarbeiterin gesucht?
Ganz ehrlich? Ich will auch Redakteurin bei AMICA werden und für so einen Artikel, den ich zwischen dem Zähneputzen im Provinz-Hotel (nachdem ich mich darüber beschwert habe, dass es statt Sensodyne nur die dm-Marke gab) und der Zehennagel-OP in meinem Dreibett-Zimmer (dekoriert dank eines Konvois von Fleurop) in mein Diddl-Notizheft gekritzelt habe - in Zeiten der Wirtschaftskrise - mein Geld verdienen. Nichts für ungut. Als unfreiwillige Glosse war der Artikel sehr amüsant :-)
Ganz ehrlich? Ich will auch Redakteurin bei AMICA werden und für so einen Artikel, den ich zwischen dem Zähneputzen im Provinz-Hotel (nachdem ich mich darüber beschwert habe, dass es statt Sensodyne nur die dm-Marke gab) und der Zehennagel-OP in meinem Dreibett-Zimmer (dekoriert dank eines Konvois von Fleurop) in mein Diddl-Notizheft gekritzelt habe - in Zeiten der Wirtschaftskrise - mein Geld verdienen. Nichts für ungut. Als unfreiwillige Glosse war der Artikel sehr amüsant :-)
sss
| 16.12.2008, 19:52
frau Müller - Versace
Das ist ja zum brüllen... wenn jemand eine Reservierung unter dem Namen Müller-Versace macht... sorry aber ich glaube da lachen sich alle im Restaurant noch Jahre später drüber tot.
Das ist ja zum brüllen... wenn jemand eine Reservierung unter dem Namen Müller-Versace macht... sorry aber ich glaube da lachen sich alle im Restaurant noch Jahre später drüber tot.
XXX
| 22.07.2008, 16:27
???
Schonmal drüber nachgedacht, dass das Zimmermädchen dann Ärger kriegt wenn man solche Lügen verbreitet? Und das nur um Aufmerksamkeit zu kriegen? Das ist einfach nur erbärmlich.
Schonmal drüber nachgedacht, dass das Zimmermädchen dann Ärger kriegt wenn man solche Lügen verbreitet? Und das nur um Aufmerksamkeit zu kriegen? Das ist einfach nur erbärmlich.







powered by plista















