Bikini-Kauf Mehr oder weniger...
Frauen mit großem Busen haben ein Problem, das Frauen mit kleinem Busen gern hätten. Wäis Kiani über schwierige Cups und clever geteiltes Leid beim Bikini-Kauf.
Text: Wäis Kiani
Wenn mich jemand fragen würde, an welcher Stelle der Welt ich es am schönsten finde, würde ich sofort antworten: am Strand. Ich liebe das Meer, Sand, Sonne und die Poserei. Und da hört es leider schon auf, unkompliziert und befreiend zu sein.Ich wäre gern eine Strandschönheit, herabgestiegen aus einem Beach-Fotoshooting in der AMICA, matt, trocken, unsandig, mit einer Bombenfigur in einem Hammerbikini. In eleganter Pose auf einem Hermès-Handtuch liegend, in einer Hand eine Zigarette, in der anderen ein Glas Champagner. Schöne Männer mit wenig Brusthaar sitzen um mich herum und tragen zu meiner Kurzweil bei.
Die Wahrheit ist leider anders. Ich bin immer verschwitzt, verklebt, voller Sand und glänze im Gesicht. Meine Haare sind nie lang, glatt und wehend, sondern kräuselig und zu einem genervten Dutt gebunden. An meinem Handgelenk klappern auch nicht zwei schwere Armreife, passend zu meinem Bikini, mit denen ich noch mehr schwitze, und von Champagner in der Sonne bekomme ich Kopfschmerzen. Die männlichen Strandschönheiten, die sich zu mir setzen, langweilen mich mit irgendwelchen Discogeschichten, und ich bin meistens froh, wenn der Tag vorbei ist und ich wieder normal sein kann. Also wieder einen Slip und einen BH anziehen kann, der mir passt und nicht bei jeder Bewegung den ganzen Inhalt hinausschüttet.
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