Betrachtung zur Präsidentenwahl Was ist nur aus der schönen Carla Bruni geworden?
Mutti statt Model, Botox statt Beauty: Carla Bruni hat sich sehr verändert. Zu sehr, findet unsere Korrespondentin Paulina Czienskowski. Eine persönliche Abrechnung.
Ganz normaler Wahlkampf-Wahnsinn in Frankreich. Es dreht sich um alles, nur nicht um politisch definierte Inhalte. Umso mehr werden bis zur Stichwahl zwischen Nicolas Sarkozy und François Holland Nebensächlichkeiten besprochen: die unfranzösischen kulinarischen Gelüste des kleinen Mannes Sarko oder Diättricks, die beim Sozialisten Hollande fast 15 Kilo haben schmelzen lassen oder die unbedeutenden „petits candidats“, die auf Youtube teilweise zu bunten Popstars avanciert sind.Auch ich erwische mich dabei, wie meine Aufmerksamkeit schnell schwindet, wenn es um die Rechtspopulistin Marine Le Pen geht, die einen erschreckend guten ersten Wahldurchgang hatte, oder wenn mal wieder in der Presse über eventuelle Veränderungen in der Euro-Politik sinniert wird.
Meine eigentliche Frage ist allerdings: Was ist nur aus der schönen Carla Bruni geworden?
Seit Monaten schon ist Madame le Président zentrales Objekt der Presse. Mehr als ihre Tätigkeiten als Première Dame aber, sind es eindeutig ihre maskenhaften Gesichtszüge, die interessieren. So natürlich es mit diesem mechanisch wirkenden Lächeln noch geht, versucht sie die Öffentlichkeit von ihrem Mutter-Glück zu überzeugen. Nichts mehr übrig von Topmodel. Und an die elfengleiche Gestalt mit künstlerischen Neigungen, als die ich sie entdeckte, erinnert auch nur noch wenig.
© Reuters
Bruni war in den 90er-Jahren eines der bestbezahltesten Models. Ich gebe zu, dass ich damals einfach noch zu jung war, um ihren Aufstieg tatsächlich selbst zu verfolgen. Mit sieben Jahren lagen „Vogue“ und „Elle“ nicht auf meinem Nachttisch. Aber als Kind einer Modedesignerin begegneten mir schon früh Schönheiten wie Carla, Linda und Naomi. 2002 war mein Carla-Bild noch rein aus eigener Vorstellungskraft gebastelt. Bildersuche im Internet war bei mir Zuhause mit großem Zeitaufwand verbunden. Ich war also zunächst unbeeinflusst. Nach den Klängen ihrer Musik assoziierte ich die Chanteuse weniger mit einem Männer verschlingenden Vamp. Vielmehr sah ich die Akustikgitarre in den Händen eines intellektuellen Hippie-Mädchens. Das erotische Gehauche auf Französisch verkannte ich eindeutig in seiner Intention.
Wäre ich im Französischunterricht fleißiger gewesen, hätte mich Bruni als wahre Femme fatale wohl nicht so überrascht. Ihre gesäuselten Liedtexte hätten sie sofort entlarvt.
Stimme und Aussehen überzeugten mich aber nach wie vor genug. Jegliche Skurrilitäten, von denen ich erfuhr, wurden überblendet. Da wären ihr Hang zur Polygamie oder ihre Entscheidung einen Mann für seinen Sohn zu verlassen – natürlich aus Liebe. So viel Toleranz muss sein: Solange Authentizität spürbar ist, jemand sich selbst treu bleibt, kann ich alles und jeden akzeptieren. Und Carla genoss eben alles und jeden.
Meiner Naivität wurde zwar ein Ende gesetzt und doch veränderte sich das Bild dadurch nicht dramatisch – bis zum Jahr 2008.
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Was ist nur aus der schönen Carla Bruni geworden?
Michelle
| 17.11.2012, 10:37
innere äußere schönheit
klar ist sie nicht mehr so schön wie früher aber ich finde sie immer noch hübsch
klar ist sie nicht mehr so schön wie früher aber ich finde sie immer noch hübsch
noch keine schöner geworden
im fashion business sehe ich täglich solche "alterationen": es ist noch KEINE frau schöner geworden dadurch - die männer, die vornehmlich diese industrie bedienen, werden täglich reicher.
im fashion business sehe ich täglich solche "alterationen": es ist noch KEINE frau schöner geworden dadurch - die männer, die vornehmlich diese industrie bedienen, werden täglich reicher.
Cabra
| 07.05.2012, 10:30
Alter
Ein Beweis mehr dafür, dass alle altern. Man sollte es eben in Würde tun.Aber ich besitze auch so viel Toleranz, es hinzunehmen, wenn es andere nicht so können.
Ein Beweis mehr dafür, dass alle altern. Man sollte es eben in Würde tun.Aber ich besitze auch so viel Toleranz, es hinzunehmen, wenn es andere nicht so können.


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