TV-Duell der First LadysRomneys Frau schlägt Michelle Obama mit Stil

von AMICA Online Redakteurin
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Der US-Wahlkampf ist auch ein Duell der First Ladys und ihrer Kleider. Wie politisch Mode tatsächlich sein kann, zeigt folgendes Beispiel: Für ihre Parteitagsrede wählte Michelle Obama ein Kleid von Tracy Reese – also das einer afroamerikanischen Selfmade-Geschäftsfrau, deren Kleider rund 300 bis 500 Euro kosten.

Michelle Obamas Wahlkampf-Looks
Mitt und Ann Romney

Ann Romney, Frau des Barack-Obama-Herausforderers Mitt Romney, trug bei ihrer Ansprache ein rotes Blusenkleid von Oscar de la Renta – ein Modezar, der schon Jackie Kennedy, Betty Ford, Nancy Reagan, Laura Bush und Hillary Clinton einkleidete. Ein Schlag gegen Michelle Obama war dieses Outfit nicht nur, weil sie sich für den mächtigeren Designer entschied. Oscar de la Renta hatte Michelle Obama in der Vergangenheit kritisiert, weil sie ein Kleid des britischen Designers Alexander McQueen für ein Dinner mit dem chinesischen Präsidenten Hu Jintao gewählt hatte.

Die Entscheidung, ob Michelle Obama oder Ann Romney den besseren Stil hat, gestaltet sich ähnlich eng, wie das Rennen um die Präsidentschaft. Mit einem Vorsprung ging die aktuelle First Lady in den Wahlkampf. Seit Beginn ihrer „Amtszeit“ gilt sie als Modevorbild, brachte ihren Lieblingsdesigner Jason Wu groß heraus, wurde als neue Jackie Kennedy gefeiert. „Sie ist einfach elegant und hat einen wundervollen Geschmack“, schwärmte etwa Stephanie Solomon vom Luxuskaufhaus Bloomingdale’s. Schon im ersten Wahlkampf trug die heute 48-Jährige leuchtende Cocktailkleider in Violett, Meerblau und Feuerrot-Schwarz. Auch diesmal überzeugte sie mit Musterkleidern, schwingenden Röcken und zeigte in einem türkisblauen Dress sogar viel Dekolleté.

Ann Romneys Wahlkampf-Looks
Mitt und Ann Romney

Doch die Konkurrenz darf sie nicht unterschätzen. Mitt Romneys Frau Ann trägt ebenfalls figurschmeichelnde, knielange Kleider in starken Farben. Bei den Schnitten punktet sie mit zurückhaltend-femininem, mag Hemdblusenkleider mit modernem Twist (zum Beispiel mit einem Bindegürtel aus Seide). Der Designer ihrer Wahl: Alfred Fiandaca. Sie kauft in seinen Geschäften in Boston und Palm Beach ein, für spezielle Anproben besucht sie das Studio des 72-Jährigen in New York. Zu ihren vielen Kleidern kombiniert Ann Romney, wie Michelle Obama, häufig kurze Perlenketten.

Zur direkten Stilkonfrontation kam es dann beim ersten TV-Duell der Präsidentschaftsanwärter. Hier ging Barack Obama zwar als Verlierer hervor, Michelle Obama aber brillierte. Mit einer modernen Kurzjacken-Taillenrock-Kombi von Jason Wu. Sie trug den Look zum zweiten Mal. Mögliches politisches Statement dahinter: Da es der amerikanischen Wirtschaft nicht gut geht, trage auch ich meine Outfits mehrmals, anstatt ständig neue zu kaufen. Die Herausforderin wirkte in einem schlichten weißen Kostüm etwas blass neben der First Lady und weniger up-to-date.

Bei der zweiten Fernsehdebatte in der Nacht zum Mittwoch zeigten sich beide Frauen weniger zurückhaltend. Ein erster Schock: Trugen sie etwa dasselbe Kleid? Nein, sie wählten nur beide signalpinkfarbene Kreationen, beide sahen toll aus. Aber die Entscheidung der AMICA-Online-Jury fällt dieses Mal umgekehrt aus. Während Barack Obama punktete, verlor seine Frau das Stilduell knapp gegen Ann Romney. Die setzte mit einer flaschengrünen Glasperlenkette und hellblauen Nägeln schöne Kontraste zum Tweed-Etuikleid.

Wenn es nur um Stilgefühl geht, lautet unsere Gesamtprognose jedoch immer noch: Michelle Obama for First Lady!

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Matthias Antony  |  06.11.2012 23:12
Probleme die die Welt bewegen...
Wahnsinn, welche wirklich wichtigen und lohnenswerten "Probleme" hier dargelegt werden!! - Ziehe meinen Hut!!!

Gabanto  |  06.11.2012 22:38
Wahlkampf der First Ladies..
Es wird so viel heute über den Wahlkampf der Herren Obama und Romney geschrieben, dass ich mir das heute verkneife.Es wäre morgen nicht mehr aktuell. Bei dem Wahlkampf der Damen ist zu sagen, dass es hier keinen Wahlkampf geben kann.Denn die Damen sind sehr unterschiedlich im Wesen. Aber eins haben Sie gemeinsam immer TOP gekleidet. Da können die Herren Obama und Romney stolz sein solche Damen als Unterstüzung an Ihrer Seite zu haben.

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