Vom Geldstrumpf bis zur Kelly Bag250 Taschen aus fünf Jahrhunderten

von Amici Leidenschaftliche Hobby-Photografin
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Der Frauen liebster Begleiter
Taschen im Wandel der Zeit - Der Frauen liebster Begleiter
Bügelbörse von König Ludwig I. von Bayern (1825-1848)
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"Was den guten Geschmack angeht, so ist das Accessoire stets ein Balanceakt. Eine Handtasche kann einem Outfit entweder den letzten Schliff verleihen – oder es kaputtmachen,“ sagte einst der italienische Modeschöpfer Valentino.

Und egal ob stilsicher oder völlig daneben, Taschen zählen seit dem späten 19. Jahrhundert zum unverzichtbaren Bestandteil der weiblichen Garderobe und treuem Begleiter jeder Frau.

Für alle Taschenfanatiker gibt es jetzt ein besonderes Highlight: Vom kunstvoll gehäkeltem Geldstrumpf bis zu den It-Bags der heutigen Zeit präsentiert das Bayerische Nationalmuseum in einer Sonderausstellung etwa 250 Taschen aus dem 16. bis 21. Jahrhundert. Zu sehen sind vom 11. April bis zum 25. August 2013 Geldbeutel, Jagdtaschen, Börsen, Handarbeitsbeutel, Reisegepäck und Pompadours. Die historischen Stücke, wie etwa die berühmte Jagdtasche des Kurfürsten Maximilian oder die silberbestickte Samtbörse von König Ludwig I. von Bayern, werden durch eine Auswahl moderner Damenhandtaschen ergänzt. Sie repräsentieren den Zeitgeschmack von den 1920er Jahren bis zu den neuesten Kollektionen traditionsreicher Hersteller.

Dazu zählt sicher die nach der einstigen Fürstin von Monaco benannte Kelly Bag aus dem Haus Hermès. Doch die „kleine Damentasche mit zwei Trageriemen“ in Trapezform hieß nicht immer so: Bereits in den 30er-Jahren von Hermès entworfen, entstand ihr Name erst als die frischverheiratete Fürstin von Monaco, Grace Kelly, mit der Hermès-Handtasche vor dem Babybauch auf dem Titelbild eines internationalen Magazins erschien. Heute ist sie ein absoluter Klassiker!

Ebenso wie das Modell 2.55, das die Stilikone Coco Chanel im Februar 1955 entworfen hat. Aus praktischen Gründen kreiert, die Kettenriemen an der gesteppten Flap-Bag sollten für einen besseren Tragekomfort sorgen, avancierte die 2.55 zu einer der bedeutendsten Kreationen der Modegeschichte, steht immer noch für puren Luxus sowie zeitlosen Chic und wird von Karl Lagerfeld für Chanel jede Saison neu interpretiert.

Auch aus dem Besitz der legendären Marlene Dietrich werden zwei Handtaschen gezeigt, die sich durch ihr außergewöhnliches und originelles Design und hohe Qualität der Verarbeitung auszeichnen.

Zu bestaunen gibt es weiter Unikate von Künstlern aus München, Paris, New York, ebenso wie edle Abend-Accessoires, wie zum Beispiel eine fein gearbeitete Clutch von Massoni aus der Sammlung von Fürstin Gloria von Thurn und Taxis.

Anhand der ausgestellten, unterschiedliche Taschen-Typen sowie Gemälden, Skulpturen und grafischen Blätter wird der Zusammenhang von Trageweise und Funktion vermittelt und die Vielfalt von Formen und Materialien dieses facettenreichen und zugleich funktionalen Accessoires vor Augen geführt – eine europäische Kulturgeschichte im Taschenformat.



Sonderaustellung „Taschen“ im Bayerisches Nationalmuseum

Prinzregentenstraße 3, 80538 München

11. April bis 25. August 2013

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 10-17 Uhr und donnerstags von 10-20 Uhr. Montags geschlossen.

Quelle: Amici