Tipps zum Photografieren mit dem HandyHandyphotografie: Kunstwerke mit dem Smartphone

von Amici Leidenschaftliche Hobby-Photografin
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Handyphotografie: Kunstwerke mit dem Smartphone
Tipps zum Photografieren mit dem Handy - Handyphotografie: Kunstwerke mit dem Smartphone
Handyphotografie
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Stabile Haltung

Für ein gutes, scharfes Bild ist es wichtig, dass das Handy beim Auslösen ganz ruhig gehalten wird. Bewegungen führen zu Unschärfe. Besonders bei schlechten Lichtverhältnissen z.B. in der Dämmerung, wird die Belichtungszeit länger und man muss das Handy eine ganze Zeit lang ohne zu wackeln halten. Deswegen ist es sinnvoll seine Arme aufzustützen oder das Handy z.B. an eine Wand zu drücken oder auf einem Tisch oder einer Mauer aufzulegen. Die Haltung ist so wesentlich stabiler und es entstehen deutlich weniger unscharfe Bilder.



Motive und Bildausschnitte

Bei der Motivauswahl gibt es keine Einschränkungen: es darf alles geknipst werden, was gefällt.

Der besondere Vorteil einer Handykamera ist, dass sie z.B. den photografierten Personen häufig kaum auffällt und interessante Szenen so wesentlich natürlicher und authentischer abgelichtet werden können.

Nachteil ist sicher die geringe Lichtempfindlichkeit der Objektive. Vor allem bei schlechten Lichtverhältnissen wirken die Bilder etwas grobkörnig, das sogenannte Bildrauschen entsteht.

Das bei vielen Handys integrierte LED-Blitzlicht kann dem entgegenwirken, man sollte sich jedoch bewusst sein, dass das grelle Licht im Prinzip nur die Bildmitte aufhellt, Details am Rand werden regelrecht ausgeblendet.

Wesentlich entscheidender für ein gelungenes Photo ist nicht das Motiv sondern der Bildausschnitt.

Personen, Objekte oder Gebäude müssen nicht immer komplett abgelichtet werden, ein bewusst gewählter Ausschnitt, macht das Bild oft interessanter und einzigartig.

Dabei sollte man nach der Drittel-Regel vorgehen. Wenn man das Motiv in der Bildmitte platziert, wirkt das Bild oft eintönig. Besser man stellt sich das Bild in drei Abschnitte geteilt vor, der motivwichtigste Teil sollte dann zwei Drittel des gesamten Bildes ausmachen.

Zoomen sollte man nach Möglichkeit vermeiden, da die Handykameras zumeist nur über einen digitalen Zoom verfügen und das Vergrößern somit immer einen Qualitätsverlust zur Folge hat. Besser ist es, sich dem Motiv soweit zu nähern, bis es auf dem Display einen guten Eindruck macht.



Die Perspektive

Ausschlaggebend für ein außergewöhnliches Photo ist die Perspektive: verschiedenen Blickwinkel verändern das Motiv und beeinflussen Aussage und Stimmung des Photos.

Von unten aufgenommene Bilder rücken Objekte mehr in den Vordergrund und lassen sie dominanter wirken, Aufnahmen von oben erzielen eher den gegenteiligen Effekt.

Deswegen nicht immer auf Augenhöhe knipsen, sondern experimentierfreudig sein und die Position auch mal verändern.



Richtiges Fokussieren

Das ausgewählte Motiv sollte natürlich auch scharf abgelichtet werden. Das Handy fokussiert normalerweise auf die Bildmitte. Befindet sich das Motiv jedoch am Bildrand, muss man auf dem Display darauf tippen, um den Focus zu verschieben.

Mit dem Focus wird auch die Belichtung festgelegt. Somit kann es bei einem Bildausschnitt mit sehr unterschiedlichen Lichtverhältnissen zu einer unausgewogenen Belichtung kommen z.B. das Motiv ist sehr hell und der Hintergrund extrem dunkel.

Für eine Verbesserung der Aufnahme kann unter Einstellungen manuell die Messart verändert werden und somit eine gleichmäßigere Belichtung erzielt werden. Richtige Abhilfe schafft nur eine HDR Aufnahme, mehrere unterschiedlich belichtete Reihenaufnahmen werden vom Handy automatisch übereinandergelegt und zusammengerechnet, allerdings verfügen nicht alle Geräte über so einen Modus.



Wichtige Einstellungsfunktionen

Bei vielen Handys kann man wie bei einer normalen Kamera einige Werte und Funktionen gezielt an die Situation anpassen, und somit bessere Ergebnisse erzielen. Auch wenn jedes Smartphone unterschiedliche Möglichkeiten bietet, so sind die Grundfunktionen zumeist die gleichen:

Aufnahmemodus

Im Aufnahmemodus kann das gewünschte Bildformat wie z.B. Panorama eingestellt werden, ebenso ob ein sich bewegendes oder ein statisches Objekt photografiert werden soll.

Szenenmodus

Der Szenenmodus bietet die Möglichkeit bestimmte Szenarien wie z.B. Kerzenlicht, Porträt, Sport usw. voreinzustellen. Das Handy passt automatisch Belichtungs- und Verschlusszeiten an die Situation an. Das hilft vor allem um die Stimmung zu erhalten und möglichst authentische Bilder zu bekommen.

Belichtung

Manuell kann per Regler die Belichtung heller oder dunkler eingestellt und somit festgelegt werden, ob ein Photo über- oder unterbelichtet aufgenommen werden soll.

Messung

Durch die Einstellung der Messart, kann beeinflusst werden an welchen Stellen im Bild Werte zur Berechnung der Belichtungszeit genommen werden. Besonders bei Motiven mit stark unterschiedlichen Lichtverhältnissen kann eine Veränderung der Einstellung das Ergebnis verbessern.

Effekte

Mit den verschiedenen Einstellungen lassen sich künstlerische Effekte erzielen, wir z.B. eine schwarz-weiß Tonung oder ein Vintagebild.

Auflösung/Bildqualität

Je höher die Auflösung und die Feinheit, desto besser die Bildqualität, aber auch die Dateigröße.

Wer seine Bilder nur im Internet posten möchte kann ruhig eine niedrigere Auflösung wählen. Nur wer vor hat seine Photos auch großformatig auszudrucken sollte die höchste Einstellungsstufe wählen.

Weißabgleich

Weiß erscheint nicht immer gleich weiß. Dabei kommt es auf die Lichtquelle an, wie der Farbton wahrgenommen wird. Durch die passende Einstellung wird die Kamera auf die Farbtemperatur des Lichtes in der Aufnahmesituation angepasst.

ISO

Mit der ISO-Einstellung kann die Lichtempfindlichkeit beeinflusst werden. Je schlechter die Lichtverhältnisse umso höher sollte der ISO-Wert sein. Doch Vorsicht: Ein hoher ISO-Wert begünstigt auch das Bildrauschen, das Photo wirkt grobkörniger.



APPs zur Bildbearbeitung

Zahlreiche Bildbearbeitungs Apps eröffnen weitere kreative Möglichkeiten aus einfachen Bildern kleine Kunstwerke zu machen. Die kostenlosen (z.B. PicsArt) und kostenpflichtigen (z.B. iPhoto) Apps findet man im „App Store“ für Appleprodukte oder im „Google Play Store“ für Android Handys.



Zubehör

Wer gefallen an der Handyphotographie gefunden hat, kann über die Anschaffung eines Handystativs oder eines Aufsteckobjektivs nachdenken. Die kleinen Stative passen in jede Handtasche und sind nützliche Helfer um z.B. auch bei Nachtaufnahmen und Langzeitbelichtungen tolle, scharfe Bilder hinzubekommen. Objektive verändern die Brennweite und eröffnen so ganz neue Blickwinkel z.B. für die Panoramaphotografie oder extreme Nahaufnahmen.

Quelle: amici