Paradiesischer Bildband Die schönsten Privatinseln der Welt
Eine eigene Insel zu besitzen – diese Vorstellung ist für viele Menschen Wunschtraum, für manche wird sie Wirklichkeit. Ein neues Buch zeigt private Eilande, vom Leuchtturmfelsen bis hin zum Atoll.
Text: Veronika Schaller
Unendliches Blau und totale Abkapselung – Inseln faszinieren die Menschheit. Seit jeher findet man sie in der Literatur: von den Irrfahrten des Odysseus über das altägyptische Schriftwerk „Der Schiffbrüchige“, bis hin zu „Die geheimnisvolle Insel“ von Jules Verne oder „Robinson Crusoe“ von Daniel Defoe. Überhaupt, Robinson Crusoe. Das Motiv der unfreiwilligen Isolation heißt heute „Robinsonade“ und bietet Philosophen den besten Nährboden für Idyllen oder Utopien.Die Sehnsucht nach einem Stück von Wasser umspültem Land findet sich auch in der Alltagssprache wieder. Die „Insel der Seligen“ bietet Optimisten Zuflucht. Und wer „reif für die Insel ist“, braucht dringend Ruhe und Entspannung. Er träumt von weißem Sandstrand, tief hängenden Palmen und dem gleichmäßigen Rauschen türkisfarbenen Meeres. Es ist eine Fantasieumgebung, so leuchtend wie Paul Gauguins Tahiti-Bilder.
Der neue Bildband „The World of Private Islands“ stillt das Fernweh im grauen Büroalltag, verstärkt es jedoch gleichzeitig. Zu sehen sind Luftaufnahmen ganz unterschiedlicher Privatinseln. Zum Beispiel die der 1793, im St. Lawrence River liegenden, Thousand Islands. Manche von ihnen sind gerade so groß, dass ein Wohnhaus mit Vorgarten Platz findet. Aber alle sind dicht besiedelt, denn dieser Baugrund ist heiß begehrt. Auf der Isola di Loretto im italienischen Iseosee gründeten Nonnen schon im Jahr 400 nach Christus ein Kloster, seit 100 Jahren residieren Privatbesitzer in einem Schloss im neogotischen Stil.
Exklusive Eiländer zum Mieten oder mit Resorts darauf, treffen im Buch auf nützliche Inseln mit Leuchttürmen oder mit der Möglichkeit zur Selbstversorgung. Geheimnisvolle Schatzinseln folgen auf atemberaubende Atolle. Die einen Inseln sind besonders klein, die anderen gigantisch groß und wieder andere verfügen sogar über eigene Flugzeuglandebahnen, die sich über ihre gesamte Länge erstrecken.
© teNeues
Titel: The World of Private Islands
Herausgeber: Farhad Vladi
Verlag: teNeues, Januar 2012
Preis: 49,90 Euro
www.teneues.com
Herausgeber: Farhad Vladi
Verlag: teNeues, Januar 2012
Preis: 49,90 Euro
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Der Anblick, er lässt auch Sozialneid aufkommen. Denn zwar betont schon der Einband des Buches, dass Inseln kein Privileg der Reichen seien. Bei einer 150 Hektar großen Bahamas-Insel (z.B. „Musha Cay“) muss der Interessierte jedoch mit einem Kaufpreis von rund 57 Millionen Dollar rechnen. Wer sich das leisten kann und will, der wendet sich am besten an Farhad Vladi.
Der Herausgeber des „Luxury Private Islands“-Nachfolgebandes, ist nämlich auch Inhaber von Vladi Private Islands, dem weltweiten Marktführer für Inselverkäufe und –vermietungen. Er handelt mit den letzten irdischen Paradiesen und war bislang an mehr als 2000 Inseltransaktionen beteiligt.
„Inseln haben mich schon als Kind in ihren Bann gezogen. Sie begleiteten mich durch meine Jugend – in meiner Lieblingsliteratur, auf Reisen, und auch in meinem beruflichen Wunschvorstellungen spielten sie stets eine Rolle“, erklärt der Geschäftsmann. „Ein mit Hingabe erschlossenes Eiland wird für viele Eigentümer zu einem Familienmitglied. Denn eine Insel hat keine Hausnummer, eine Insel hat eine Seele.“











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