Genuss-KunstMiami heiß

Text: Cornelia Haff
Von Burlesque bis Bar-Kultur

In Miami steht der größte gesellschaftliche Marathon vor der Tür. Etwa 8500 VIPs werden am 5. Dezember zur Eröffnung der Art Basel Miami Beach einschweben. Barbara Becker genießt immerhin einen Standortvorteil: „Ich werde wieder ein Matratzenlager für kunstinteressierte Freunde einrichten“, sagt sie lachend.

Wobei an Schlaf während der spektakulärsten Kunstmesse der Welt sowieso nicht zu denken ist. Letztes Jahr wurden an den fünf Messetagen 7000 Partys gezählt. Miami boomt, seit Immobilien-Tycoon Craig Robins den Art-Basel-Ableger in den Sonnenstaat lockte.

Miami heiß

Die Jahre, nachdem Las Vegas und Atlantic City der noblen Spielerstadt den Rang abgelaufen hatten und Miami zur dunklen Seite von Gotham City verkommen war, sind vorbei. Glamour hat die Gangster von gestern abgelöst. Lagerhäuser, die als Drogenumschlageplatz dienten, beherbergen inzwischen die wichtigsten privaten Kunstsammlungen, wie die der Rubell-Familie.

In Miami leistet man sich einen locker-lässigeren Kunstbegriff als anderswo. Das Beiprogramm der diesjährigen Messe widmet sich der Skateboard-Culture mit DJs, Performances und Open-Air-Kino. Junge französische Kunst wird unter dem Titel „French Kissing in the USA“ präsentiert.