Côte d’AzurDer Glanz der französische Riviera

„Zum ersten Mal kam ich 1951 an die Côte d’Azur, als ich mit meinen Eltern im ,Hôtel du Cap‘ in Antibes wohnte. Nie werde ich die leuchtend roten Mohnblumen vergessen und das Meer von dunkelvioletten Glyzinien. Damals gab es noch keine Hochhäuser, nur Geranien, die aus jeder Felsspalte sprossen. Es gab nur wenig Verkehr, und das Meer war azurblau und sauber. Die Stars der Riviera waren Gianni Agnelli, Aristoteles Onassis, Jack Warner, Stavros Niarchos, Ali Khan, Picasso, de Staël, Henri Matisse, Marc Chagall, Graham Greene und andere.“

Autor dieser Zeilen ist Taki Theodoracopulos, Nachkomme der griechischen Königsfamilie, außerdem Kolumnen- und Buchautor. Die Zeit, die er beschreibt, ist ungefähr dieselbe, in der Edward Quinns berühmte Fotoreportagen über die südfranzösische Küste entstanden. In den vergangenen 50 Jahren hat sich viel verändert. Nicht alles zum Besseren. Aber es gibt immer noch genügend Gründe hinzufahren, etwa 35 Millionen Feriengäste tun das pro Jahr. Oder sich einen Zweitwohnsitz zu leisten wie 60 000 Deutsche. Wie er sich den Run erkläre, fragte ich Gunter Sachs einmal. „La Côte, c’est quand même incroyable“, sagte er nur. Der Unterschied zwischen der Riviera von damals und heute ist, dass das Schöne nicht mehr einfach am Wegrand liegt. Oder, um in Takis Bild zu bleiben, vor dem Fenster der Hotelsuite. Sondern, dass es gefunden werden muss.

1
Der Glanz der französische Riviera