Dubai und OmanBiblisch schönes Arabien

© Shangri-La

Als ich tags darauf im benachbarten Sultanat Oman meinem Guide Hamed davon berichte, lacht er: „Vergessen Sie Dubai! Authentisches arabisches Flair finden Sie nur bei uns. Hier sind die Traditionen noch lebendig.“ Und tatsächlich fahren wir durch biblische Szenerien, in denen man sofort einen Jesus-Film drehen könnte.

Barr Al Jissah

Die Hauptstadt Maskat wiederum ist so sauber, dass die Schweiz dagegen geradezu chaotisch erscheint. Am nächsten Morgen holt mich Hamed in meinem Hotel „Shangri-La Barr Al Jissah“ ab, das an Omans traumhafter Küstenstraße liegt.

Unser Ziel ist das 150 Kilometer entfernte Nizwa. Auf dem zentralen Platz der früheren Hauptstadt findet gerade ein Ziegenmarkt statt. Kleine Jungs in ihren blütenweißen Dishdashas, so heißen die wallenden Männergewänder, hängen an den Lippen ihrer Väter, um sich beim Feilschen noch den einen oder anderen Trick abzuschauen.

Hamed drängt zum Aufbruch, er will mir noch das Fort von Jabrin zeigen, das seit über 400 Jahren Sonne und Sandstürmen trotzt. Als Kontrastprogramm zu der kargen Umgebung wurden die bestens erhaltenen Interiors mit opulenten Holzschnitzereien versehen und mit Blütenornamenten übersät.

Zum Abschluss meines Aufenthalts führt mich Hamed noch in die vor sechs Jahren eröffnete Moschee von Maskat, die derzeit größte der Welt. Sorgfältig achtet er darauf, dass ich mein Haar so verhülle, wie es Allah vorschreibt.

Dann darf ich den tonnenschweren Swarovski-Lüster im Gebetsraum der Männer bestaunen. Schnell noch einen Abstecher in den Souk, um Mitbringsel wie Safran, Seidenschals und Silberringe zu kaufen; und dann ist es an der Zeit, Lebewohl zu sagen – ich nehme wunderschöne Erinnerungen mit, nur den Schleier, Hamed, den lass ich euch da!

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