Dubai und OmanTausend und eine Pracht

Text: Lisa Stocker
© Jumeirah

Früher wurde der Orient auch Morgenland genannt. Für Dubai wäre der Begriff „Übermorgenland“ allerdings zutreffender. Das Emirat am Persischen Golf befindet sich im permanenten Baufieber, über 200 Wolkenkratzer wachsen derzeit in den Himmel, darunter auch das demnächst höchste Gebäude der Welt, Burj Dubai.

Die genauen Maße werden geheim gehalten, um sich nicht im letzten Moment von der Konkurrenz übertrumpfen zu lassen. Giorgio Armani plant, im Reich der Scheichs sein erstes Hotel zu eröffnen; und die aufgeschütteten Privatinseln vor der Küste sind bei Promis heiß begehrt.

Was das Boom-Land in der Wüste für Besucher zu bieten hat, erfahre ich bereits auf der Fahrt zum Hotel im „Ladys Only“-Taxi. In der „Mall of the Emirates“ kann man auf einer Kunstschneepiste Ski fahren und gleich danach einen ausgedehnten Shoppingbummel anschließen.

Tausend und eine Pracht

Unter einem Dach sind hier sämtliche Nobelmarken vertreten – und das Schöne daran ist, dass alles etwa zwanzig Prozent günstiger ist als in Europa.

Wer nicht nur mit vielen Neueinkäufen, sondern auch mit etwas Wissen über die Kultur Dubais nach Hause reisen will, ist bei der Deutsch-Algerierin Leila Arbouz und ihrer Agentur Sahary Gate an der richtigen Adresse. In dem ehemaligen Haus eines Arztes im Bohème-Viertel Bastakia hat sie ein kleines Museum eingerichtet, wo sie Kunsthandwerk der Beduinen präsentiert.

Mittags werden, während man auf flauschigen Teppichen auf der Dachterrasse Platz nimmt, lokale Spezialitäten serviert. Außerdem organisiert Leila Arbouz auch Wüstentrips oder Kurzvorträge über den Islam.

Auf dem Heimweg komme ich an zahlreichen Galerien vorbei, darunter auch die Four Seasons Gallery des indischen Fotografen Ramesh Shukla, der vor rund vierzig Jahren nach Dubai-City kam und den Aufstieg vom Provinzflecken zur Metropole mit seinen Bildern dokumentiert hat.

© Jumeirah

Einige Minuten von seinem Showroom entfernt stoße ich am Dubai Creek doch noch auf Erinnerungen an die alten Zeiten. Fischer flicken dort ohne Eile ihre Netze, und auf landestypischen Booten kann man auf die andere Seite des Flusses übersetzen, wo sich der Gold- und Gewürz-Souk sowie ein Fischmarkt befinden.

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