Profi-TippsOptimal gepflegt

© Ratiopharm Snowboard Team

Wie sieht die ideale Gesichtspflege für die Piste aus?

Ich creme mich zuerst mit einer speziellen Sonnencreme für den Winter ein. Diese ist fett- und nicht wasserhaltig und schützt die Haut so vor Kälteeinwirkung. Der Lichtschutzfaktor sollte mindestens 15 betragen, ich bevorzuge einen Lichtschutzfaktor von 30. Ganz wichtig: auch bei bedecktem Himmel unbedingt eincremen! Denn der Schnee reflektiert das Licht und verstärkt die UV-Strahlung. Natürlich kann man die Sonnecreme auch über der normalen Gesichtspflege verteilen. Aber bitte nicht erst auf der Piste, sondern mindestens 20 Minuten vorher! Ist es extrem kalt, habe ich noch einen tollen Tipp: Alpenfett. Das schützt die empfindlichen Gesichtspartien optimal vor Kälte, insbesondere bei Feuchtigkeit durch Schwitzen oder eine laufende Nase. Diese winzigen Tropfen können ansonsten schnell auf der Haut gefrieren.


Und die Lippenpflege?

Bei der Lippenpflege gilt: keine Produkte ohne Lichtschutzfaktor verwenden! Ein normales Lipgloss beispielsweise reflektiert das Licht und verstärkt die Sonneneinwirkung um ein Vielfaches. Besser: Kombiprodukte aus Sonnencreme und Lippenpflege, die klein sind und praktisch in jede Jackentasche passen.


Die Profis sieht man nur mit Mütze fahren. Ist das cool oder ein Kälteschutz?

Die Mütze ist der wichtigste Kälteschutz. Über den Kopf gibt der Körper die meiste Energie ab. Zudem ist die Mütze ein guter Sonnenschutz und beugt einem Sonnenstich vor. Wir Profis fahren nie ohne Mütze. Man könnte also umgekehrt sagen: Ohne Mütze fahren ist uncool! Und wer keine Mützen mag, sollte zumindest ein Stirnband tragen oder wenn es wärmer wird, ein Käppi.


Apropos cool: Gibt es da für Anfänger noch mehr zu beachten?

Also bunte Neonsticks als Sunblocker sind bei uns schon verpönt ... Und Sonnenbrand ist vollkommen daneben. Dann muss man nämlich aus der Sonne raus und kann nicht mehr fahren gehen. Und das ist natürlich richtig uncool.



Können wir Ihnen noch weitere Profi-Tipps entlocken?

Klar! Wer in der Sonne fährt, sollte ja unbedingt eine Sonnenbrille mit verspiegelten Gläsern tragen. Und hier kommt mein Tipp: immer die Nase und die Wangen mit einem Sunblocker eincremen. Denn durch die Verspiegelung verstärkt sich die Sonneneinstrahlung, und es kommt leicht zu einem Sonnenbrand. Außerdem ganz wichtig: viel trinken. Denn in der Höhe dehydriert unser Körper schnell, oft ohne dass wir es rechtzeitig merken. Deshalb: Zusätzlich zu den zwei Litern, die wir sowieso täglich trinken sollten, ein bis anderthalb Liter rechnen. Ideal ist Apfelschorle. Denn das ist isotonisch und kann vom Körper ganz leicht umgesetzt werden. Vorsicht dagegen bei Alkohol! Der entzieht dem Körper Flüssigkeit und bewirkt somit das Gegenteil. Den Glühwein sollte man sich also lieber erst abends nach dem Fahren gönnen.