Les Règles du JeuSchlank, aber mit Durchhaltevermögen

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8. Konfektionsgröße 36 ist Gesetz.

Ein Dummerchen, wer glaubt, all die Schokotörtchen, Macarons und Foies gras wären zum Verzehr gedacht: Frauen in Paris essen nicht. Zwar verabreden sie sich zum Essen, aber nur, um zu sagen, sie hätten schon gegessen. Frauen, die essen, werden der Fettsucht bezichtigt. Auch von den Männern. Trinken, Rauchen und Koksen sind aber seltsamerweise total in Ordnung.

9. Wer Christophe und Camille nicht kennt, outet sich als Nicht-Checker

Pariser haben die großkotzige Angewohnheit, über Fremde nur per Vornamen zu sprechen. Deswegen sollte man genauestens darüber informiert sein, welcher Christophe (Decarnin, Balmain-Designer) oder welche Camille (Miceli, Marc-Jacobs-Muse) angesagt und deshalb gemeint sind. Falls man es nicht weiß, lässt man sich nichts anmerken, sondern setzt ein Pokerface auf und zündet sich eine Zigarette an.

10. In Paris lebt man für die Nacht

Eine Wohnung ist nur zum Schlafen da. Deshalb ist es gesellschaftlich absolut akzeptiert, wenn man – in den Arrondissements 1–16, alles andere ist schon fast banlieue – nur eine Herdplatte besitzt und ein Badezimmer, das nicht größer als die Duschkabine ist. Die meiste Zeit verbringt man sowieso in den schicksten Clubs der Stadt („Le Baron“, 6, avenue Marceau und „Le Paris Paris“, 5, avenue de l’Opéra). Zusammen mit der Clique.