Les Règles du JeuSex & Intelligenz

© Kerstin Wacker/www.Jutta-Fricke.de
4. Ohne Sex kommt man nicht weit

Soll heißen: Man hat nicht nur Sex, man redet auch sehr detailverliebt darüber. In Paris kennt man meistens schon sieben Synonyme für das männliche Geschlechts-teil, noch ehe man die Speisekarte versteht. Sexsucht gehört schon fast zum guten Ton. Es gibt Schwule, die innerhalb von sechs Monaten ihr halbes Erbe mit Callboys durchgebracht haben. Strip-Clubs wie das „Pink Paradise“ sind anerkannte Party-Locations. Und Frauen tragen manchmal Halskrausen. Der Grund dafür wird ausgiebig in großer Runde diskutiert: Zu heftige Bewegungen beim letzten Blowjob.

5. Intelligenz ist sexy

Genauer gesagt: Es ist schon sexy, jemanden zu kennen, der intelligent ist. Das ist auch der Grund dafür, dass Schriftsteller in keiner anderen Stadt so schnell zu Stars werden wie in Paris. Frédéric Beigbeder zum Beispiel ist wichtiges Mitglied der Szene, obwohl er eigentlich aussieht wie der Mann vom Computerservice. Wenn er da ist, schart sich die Modewelt um ihn. Es ist auch sehr schick, mit Roman Polanski an einem Tisch zu sitzen. Auch wenn er kein Wort mit einem redet.