CornwallSurfen mit den Stars

Text: Dorothee Baer-Bogenschütz
© Hotel Tresanton

Die „St. Austell Voice“ brachte die Nachricht auf der Titelseite: Zu seinem 33. Geburtstag am 13. Februar soll sich Robbie Williams ein Hideaway in Cornwall geschenkt haben. Fünf Millionen Pfund sei das Anwesen auf einem felsigen Küstenplateau in der Nähe des Fischerörtchens Mevagissey wert.

Schon zugeschlagen haben Kate Moss und Hugh Grant. Sie sind begeisterte Fans der ursprünglichen Landschaft in Englands wildem Südwesten und besitzen dort längst einen Zweitwohnsitz.

Auch Nicole Kidman hat inzwischen entdeckt, dass die Sonne hier öfter scheint als im übrigen Vereinigten Königreich und lässt sich häufig blicken. Im Sommer werden schon mal die Prinzen Harry und William an einem der Strände gesichtet, wenn sie sich mit ihren Surfboards in den Atlantik stürzen.

Cornwall, bislang eher als Cream-Tea-Enklave für ältere Ladys belächelt, entwickelt sich seit einigen Jahren zum Geheimtipp für Celebrities aus aller Welt. „Die Gegend lässt eben viel Raum für Phantasie“, weiß Alex Polizzi, die Enkelin des britischen Hotelkönigs Lord Charles Forte.

Cornwall, bislang eher als Cream-Tea-Enklave für ältere Ladys belächelt, entwickelt sich seit einigen Jahren zum Geheimtipp für Celebrities aus aller Welt. „Die Gegend lässt eben viel Raum für Phantasie“, weiß Alex Polizzi, die Enkelin des britischen Hotelkönigs Lord Charles Forte.

Ihrer Mutter Olga gehört das „Tresanton“ in der Bucht von St. Mawes, sie selbst führt das Country-Hotel „Endsleigh“ in der benachbarten Grafschaft Devon. In Cornwall soll sich König Artus mit seiner Tafelrunde versammelt haben. Die zerklüfteten Klippen und sanft geschwungenen Hügel ziehen seit Jahrhunderten Dichter, Maler und Komponisten an.

Und seit Neuestem eben auch Hollywood-Prominenz. Angelina Jolie besuchte mit ihren Kindern vor Kurzem die futuristischen Glaskuppeln des Eden Project bei St. Austell.

In den gigantischen Gewächshäusern, die in den 90er-Jahren von dem renommierten Architekten Sir Nicholas Grimshaw errichtet wurden, ist man in Europa und zugleich ganz weit weg. In der Anlage schlendert man durch drei Klimazonen mit mehr als 100 000 tropischen Pflanzen.

Wobei Palmen wegen der milden Winter in der Region nicht nur unter gläsernen Schutzdächern gedeihen. Im Herbst kann es allerdings schon mal stürmisch werden. Dann peitscht der Regen und über dem Moor hängen Nebelfetzen – typisches Daphne-du-Maurier-Wetter.

Die Autorin, die am 13. Mai 100 Jahre alt geworden wäre, hat in ihren Romanen die gespenstischeren Seiten von Cornwall verewigt. Ihre Schmugglergeschichte „Jamaica Inn“ und der Bestseller „Rebecca“ wurden denn auch von Alfred Hitchcock verfilmt.

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