WintersportorteSchick im Schnee

© Brandstätter Verlag

Alta Badia
Das Tal in den Dolomiten ist, ganz klar, ein Fall für Genießer und weniger für Leistungssportler. Wenn Tutta Italia in den Ferien ist, wird es quirlig im italienisch-eleganten Alta Badia. Dann kultiviert man auf beschaulichen Abfahrten rund um Piz La Ila, Pralongia und Piz Sorega das Dolce Vita. Frühaufsteher klinken sich ein in die Sella Ronda, eine 40 km lange Skitour um das Sella-Massiv, und werden mit dem faszinierenden Farbenspiel auf den schroffen Felsformationen belohnt. Highlight im Tal ist definitiv die omnipräsente Edelgastronomie. Von den vielen ambitionierten
Restaurants sind „St. Hubertus“ und „La Siriola“ mit Michelinsternen dekoriert, im „Club Moritzino“ auf 2100 Meter Höhe wird frischer Hummer serviert. Wohnen sollte man in der „Las Vegas“-Lodge, die oberhalb des Dorfes St. Kassian auf 2050 Meter liegt und eine puristisch-gemütliche Mischung schafft aus Designhotel, Restaurant und Lounge mit offenem Kamin.

© Intercontinental Hotels

Berchtesgaden
Die Kulisse des Obersalzbergs zog nicht nur angenehme Bewunderer an. Hitler war ein Fan, weshalb die Gegend mit Blick auf den Watzmann lange touristisch unerschlossen blieb. Heute steht dort das „Intercontinental Resort“ mit Mountain Spa und gibt dem Platz wieder eine Zukunft. Die Vergangenheit ist in einer nahe gelegenen Multi-Media-Ausstellung über die Geschichte des Obersalzbergs zu besichtigen. Naturfreunde können vom Hotel aus in Schneeschuhen ins Berchtesgadener Land wandern, dessen südlicher Teil zum Nationalpark erklärt wurde. Hochkultur findet in Salzburg statt, das nur 33 km entfernt ist.

© Lech Zuers Tourismus

Lech
Der Ort in den Tiroler Alpen ist bekannt für seine pittoresken Holzhäuser, die sich im Winter unter enormen Schneemengen ducken. Hinter den beschaulichen Fassaden verstecken sich Royals und Promis, die den hohen Qualitätsanspruch und die Diskretion der Hoteliers schätzen. Bei einem „Glaserl Schampus“ im Ortskern trifft man sie dann aber doch alle wieder. Ein Geheimtipp ist das familiengeführte Hotel „Kristiania“: Die Zimmer wurden bis ins kleinste Detail von der Tochter des Hauses, einer Design- und Kunstkennerin, thematisch gestylt. Wer sich tagsüber über die Pisten- und Liftverbindung, den „weißen Ring“, von Lech nach Zürs hangelt, sollte im „Schneggarei“ einkehren, einer Hütte, deren moderne Architektur preisgekrönt ist.

© Brandstätter Verlag

Pontresina
Nur sieben Kilometer von St. Moritz entfernt, den Berninapass hinauf in Richtung Italien, liegt Pontresina. Charmante Grandhotels aus der Belle Époque, Engadiner Eleganz und kerniger Sportgeist machen den Ort viel sympathischer als seinen protzigen Nachbarn. Vor allem für Langläufer ist die Region ein Paradies: Im Ort kann man in 180 km gespurte Loipen einsteigen, besonders schön ist die Strecke ins Val Rosegg mit Stellen zum Vogelfüttern und die Fahrt zurück im Pferdeschlitten. Am zweiten Sonntag im März findet der legendäre Engadin Skimarathon statt. Ski-Abfahrer tuckern mit dem Bernina-Express, einer nostalgischen roten Eisenbahn, zum Piz Lagalb oder zur Diavolezza. Wer im „Hotel Saratz“ residiert, der freut sich auf den Spa-Bereich mit phantastischem Blick auf die Berge und ein Dinner im originalgetreu renovierten Jugendstilsaal.

© Les Fermes de Marie

Megève
Die französische Baroness de Rothschild reiste Anfang des 20. Jahrhunderts eigentlich immer nach St. Moritz. Aber da während des ersten Weltkriegs die Anwesenheit deutscher Gäste ihre patriotischen Gefühle verletzte, verwandelte sie als Gegenoffensive das Bauerndorf Megève in den Savoyer Alpen in ein Luxusdomizil für Reiche. Seitdem trifft sich dort die französische Hautevolee mit Pelz und Pudel. Stets mit Blick auf den Mont Blanc residiert man rustikal, aber edel, in holzgetäfelten Hotels wie „Les Fermes de Marie“, genießt im Restaurant „La Ferme de mon Père“ die Menüs von Dreisternekoch Marc Veyrat oder vergnügt sich beim Polo.

© Brandstätter Verlag

Titel: Die Kunst des Skifahrens
Autor: Jenny de Gex
Verlag: Brandstätter Verlag
Preis: 49,90 Euro