Griechenland Ithaka

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Villenferien, wo Odysseus herrschte und der Onassis-Clan baden ging

Text: Helge Sobik
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Marina Gratsos hat neulich wieder ein Schnellboot geordert – um möglichst eilig zu ihrer Villa Skinos auf Ithaka zu gelangen. Gratsos, Erbin einer der wichtigsten griechischen Reederdynastien, bleibt stets nur wenig Zeit für ihr von Pinienwäldern und Zypressenhainen umgebenes Feriendomizil auf der 96 Quadratkilometer kleinen Ionischen Insel – weil das Anwesen, in dem zehn Gäste Platz finden, während des Sommers häufig vermietet ist.

Kostenpunkt: ab 18 000 Euro pro Woche – was nicht ganz so dramatisch klingt, wenn man die Kosten pro Kopf umlegt. Ein Trost für harte Rechner: Die Benutzung der Familienyacht Allegro ist als nette Geste im Preis ebenso inbegriffen wie die Benutzung der zwei Speed-Boote.
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Auch rein geografisch befindet sich Gratsos mit ihrer Villa in bester Gesellschaft. Die Nachbar-Privatinsel Skorpios gehört dem Onassis-Clan und wird deshalb gern von Ausflugsbooten umrundet. Was die Tour-Guides verschweigen: Am liebsten schipperten Ari und Jackie Richtung Ithaka und badeten dort ungestört in der Skinos Bay vor Gratsos’ Villa. Weil es kein klareres Wasser und kaum einen helleren Strand in der Umgebung gibt.

Gratsos und ihre Gäste – überwiegend Geldadel aus Europa und USA – sind nicht die ersten und auch nicht die prominentesten Ithaka-Fans: Die Insel gilt als Heimat von Odysseus, und Troja-Entdecker Heinrich Schliemann glaubte sogar, dort auf dem Berg Aetos den Palast des antiken Helden entdeckt zu haben. Die Fachwelt streitet. Insulanern wie Villenbewohnern ist der Disput egal. Hauptsache, das Personal serviert rechtzeitig zum Sonnenuntergang kühlen Taittinger am Anleger, später das Abendmenü auf der Terrasse. Kann sein, dass sich dann mal einer der Gäste ans Klavier setzt. Kann sein, dass er Phil Collins heißt. Oder Elton John.
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