Anne Hathaway über „Les Misérables““Es war hart eine schlechte Hure zu spielen”

von Amici Möchtegern-Fashionista und Tiegelvernichterin
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© Universal Pictures

"Nach drei Tagen Dreh wurde mir klar, dass ich in seiner Gegenwart zu glücklich war. Für meine Rolle aber was gar nicht dienlich – schließlich sollte es mir miserabel gehen.“, gesteht Anne Hathaway in einem Interview mit der Onlineseite der englischen „The Sun“. Dass Schauspieler an ihre Grenzen gehen, um eine Rolle so perfekt wie möglich zu spielen ist keine Seltenheit. Doch für den Film „Les Misérables“ ging die 30-Jährige auch an ihre persönlichen emotionalen Grenzen. In dem Musical-Streifen spielt sie neben Schauspielgrößen wie Hugh Jackman, Russell Crowe und Amanda Seyfried eine unterernährte Prostituierte.

Das bedeutete für die Schöne rund elf Kilo abzuspecken und ihre tollen langen Haare abzuschneiden. Und das, obwohl die Amerikanerin ohnehin wegen ihres Gewichts immer wieder in der Presse stand – unter anderem berichteten „Focus Online“ und „Bunte.de“. So verriet sie der amerikanischen „Glamour“, deren Januar-Cover sie zieren wird: „Ich fühle noch immer den Stress darüber, ob ich dünn genug bin? Oder doch zu dünn bin und ob ich die richtige Figur habe.“

Die Looks von Anne Hathaway
New York City Ballet Fall Gala

Anne Hathaway hatte aber nicht nur wegen ihrer Figur Probleme. Die frisch verheiratete Schauspielerin, im September würde mit 150 Gästen in Kalifornien gefeiert, musste kurz vor der Hochzeit den Film „Les Misérables“ weit weg von ihrem damaligen Verlobten Adam Shulman in England drehen. Während ihrer Extrem-Diät für die Rolle der Fantine, brauchte die junge Schauspielerin moralische Unterstützung und bat Shulman, sie am Set zu besuchen. Trotz Sehnsucht schickte die Brünette ihn aber wenig später schon wieder nach Hause. Der Grund? Es war einfach zu lustig mit ihm.

„Zuerst haben wir ausgemacht, dass es besser ist, wenn ich den ersten Schritt alleine gehe. Er hat seinen Job und sein Leben. Wir können nicht jede Sekunde zusammen verbringen.“ Schließlich kam ihr Liebster doch, nur drei Tage später schickte Anne Hathaway ihn direkt wieder weg. „Er machte mich zu glücklich. Ich muss mich aber eigentlich etwas miserabler fühlen, sagte ich zu ihm. Er fuhr wieder nach Hause und ich kroch zurück in das Elend des Charakters, kam ganz gut ohne ihn klar.“

© Universal Pictures

Am Set wurde auch gesungen. Denn der Film ist ein Musical-Drama und Regisseur Tom Hooper („The Kings Speech – Die Rede des Königs“) bestand darauf, dass die Schauspieler allesamt live singen. So werden wir, wenn am 3. Januar 2013 der Film in die deutschen Kinos kommt, die Gesangsdarbietungen der Stars hören. So viel Einsatzbereitschaft der Darstellerin, eine „hässliche“ Rolle darzubieten, schraubt Eitelkeitsansrpüche erheblich nach unten. Und das zeigt einmal mehr, dass Hathaway nicht nur eine bildschöne Schauspielerin ist, sondern auch mit Hässlichkeit brillieren und umgehen kann.

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