BuntesObama golft mit Sportsfreund Tiger Woods

© dpa / Chris Kleponis
Barack Obama ist ein passionierter Golfer.

Das Treffen gehört zu den Höhepunkten von Obamas Kurztrip nach Palm City (Florida). Amerikanische Sportreporter feierten es als „historische Begegnung“.

„Der Präsident hat Golf mit Tiger Woods gespielt“, verkündete das Weiße Haus kurz und knapp. Denn nach Monaten des Wahlkampfs und dem anstrengenden Beginn seiner zweiten Amtszeit, wollte der „Potus“, wie der Präsident of the United States im Insider-Jargon des Weißen Hauses heißt, einfach mal in Ruhe raus. Während die First Lady („Flotus“) mit den beiden Teenagern Sasha (11) und Malia (14) zu ihrem jährlichen Skiwochenende nach Aspen (Colorado) aufgebrochen waren, zog Obama am „Presidents Day“ alleine los.

Im „Floridian Golf Club“, einem Luxus-Resort an der Atlantikküste frönte er seinem Hobby. Bereits am Samstag hatte Obama mit Woods früheren Trainer Butch Harmon geübt. Der einstige Vorzeigesportler und Milliardär Woods hatte wegen seiner zahlreichen Seitensprünge vor drei Jahren seine Frau verloren. Nach dem Sexskandal war es zunächst auch mit seiner Karriere bergab gegangen. Derzeit steht er wieder auf Platz zwei der Weltrangliste hinter dem Iren Rory McIlroy. Obama und Woods hätten sich bereits ab und an getroffen, berichteten US-Medien. Zusammen geputtet hätten sie allerdings noch nie.

„Ich finde es toll, dass er das Golfen liebt“, sagte Trainer Harmon dem Magazin Golf Digest nach seiner Übungsstunde mit Obama. Ganz offensichtlich komme er nicht oft dazu. „Er sagte, es sei eine echte Belohnung für ihn, hierher mit seinen besten Freunden zu kommen und spielen zu können.“

„Wir hatten einen großartigen Tag“, schwärmte auch Resort-Besitzer Jim Crane nach dem Golftreffen der Giganten auf der Website MLB.com. „Es passiert nicht jeden Tag, dass du mit dem Präsidenten und Tiger Woods in derselben Runde mitspielen darfst!“ Neben Crane durften auch einige millionenschwere Sponsoren mit dem Präsidenten putten, die Obama während seines Wahlkampfs unterstützt hatten.

Obama nutzt regelmäßig seine freien Samstage, um mit Mitgliedern seines Stabes oder Freunden aufs Grün des Luftwaffenstützpunkts St. Andrews bei Washington zu gehen. Auch mit politischen Rivalen misst er dort gelegentlich sein Handicap, um Gegner zu Partnern zu machen: Auf dem Höhepunkt des Haushaltsstreits im Kongress hatte Obama etwa im vergangenen Jahr mit einer Golf-Partie mit dem Republikanerchef im Repräsentantenhaus John Boehner für Aufsehen gesorgt. Der geschickte Schachzug: Die beiden spielten damals als Team.

Vor dem Golfen kommt für Obama allerdings immer eine andere Leidenschaft: Sein Lieblingssport bleibt Basketball. Auf dem Südrasen des Weißen Hauses musste nach Obamas Einzug 2008 dafür die Bowling-Bahn einem Basketball-Feld weichen. Im Gegensatz zum Männerwochenende auf dem Golfplatz sind dort Konflikte aber vorprogrammiert. Der Präsident dribbelt auf seinem Basketballfeld nämlich direkt neben den Bio-Tomaten im Garten seiner Frau.

Quelle: dpa
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