FilmJ.R-Synchronsprecher: Ich bin geschockt.

© dpa / Sven Hoppe
Larry Hagman ist tot.

Wie betroffen macht Sie der Tod von Larry Hagman als seine deutsche Stimme?

Pampel: „Das macht sehr betroffen. Ich bin geschockt. Denn als ich das letzte Mal von Larry Hagman gehört habe, habe ich zwar auch von einer Diagnose Kehlkopfkrebs gehört, aber er hat gesagt, die Ärzte haben ihm sehr Hoffnung gemacht. Und er war sehr optimistisch, sehr voller Tatendrang und hat gefiebert, die neuen Folgen von Dallas zu drehen.“

Wie war das so, wenn die deutsche Stimme das Original trifft?

Pampel: „Ich habe ihn einmal getroffen in München. Da sind wir mit dem Stab und mit seiner Frau essen gewesen. (...) Wir hatten ja privat so gut wie nichts miteinander zu tun. Ich bin ein großer Fan von seiner Arbeit gewesen, es hat mir immer sehr gefallen, was er gemacht hat. Es war sehr animierend, ich fand, er war ein toller Schauspieler und hat seinen Beruf sehr fleißig und mit großer Lust ausgeübt.“

Was war das markante und besondere an der Stimme von J. R. Ewing?

Pampel: „Man versucht ja beim Synchron einfach so gut wie möglich den Originalschauspieler – ich sage jetzt mal – nachzumachen. Das geht natürlich nur begrenzt, weil: Jeder hat eben seine eigene Stimme. Aber was sehr animierend war, war eben zum Beispiel dieser spezielle J.R.-Lacher, den ich sehr, sehr gerne übernommen habe.“

Wie wichtig war Larry Hagman für Ihre Karriere? War das Ihre wichtigste Rolle?

Pampel: „Na ja, es war wahrscheinlich die längste. Man lebt ja doch eine ganze Zeit lang miteinander, wenn so viele Folgen zusammen kommen. (...) Man hat schon das Gefühl, dass das ein Stück von einem selbst ist. (...) Es ist der Lauf der Dinge, das ist ganz klar, es ist der Lauf der Welt, aber man hat so das Gefühl, man hat einen kleinen Bauchschuss bekommen.“

Gespräch: Thomas Bremser, dpa

Quelle: dpa
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