Heidi Klum über schwindende Beliebtheit„In Deutschland bekomme ich Gegenwind“

„‘Germany’s next Topmodel‘ hat an Klasse verloren“, sagte die damalige Blacky-Dress-Designerin Kirsten Albers gegenüber AMICA Online während der Fashion Week Berlin. Läster-Queen Désirée Nick stichelte: „Ihre Moderationen sind zellulitis- und humorfreie Zone zugleich.“ Für ihr geschnürtes und freizügiges Versace-Kleid von den MTV Europe Music Awards hagelte es Kritik. Und wenn sie auf Twitter ein Oben-Ohne-Strandfoto von sich postet, sind die Reaktionen nicht nur positiv. Früher wurde Heidi Klum stets als „deutscher Exportschlager“ bejubelt, heute hat sie an Beliebtheit eingebüßt.

Das merkt die 39-Jährige selbst und sprach darüber im deutschen Magazin „Interview“. „Ich merke, dass der Gegenwind, vor allem in Deutschland, stärker wird. Vor vielen Jahren konnte ich dort nichts falsch machen, inzwischen hat sich das Blatt gewendet“, sagt das Topmodel und echauffiert sich über die Medien. „Leider sind die wenigsten Journalisten an Fakten interessiert. Die haben ihre Geschichte schon geschrieben, bevor sie dich treffen“, so das Topmodel gegenüber Gesprächspartner Thomas Gottschalk.

Heidi Klum auf dem Cover der März-Ausgabe des deutschen Magazins „Interview'

Dem Moderator, der sie vor 20 Jahren in seiner Latenightshow entdeckte, verriet sie auch, dass es ihr in ihrer Wahlheimat besser ergeht. „Mein Gesicht und mein Körper sind zu einer Marke geworden. Ich merke, wie sich mein Aufgabenfeld langsam verändert. Ich bin sehr glücklich, dass Amerika mich mit so offenen Armen empfangen hat“, erklärt sie. Ihr Abschiedsgruß „Auf Wiedersehen“ habe dort sogar Kult-Charakter.

Außerdem vergleicht die Geschäftsfrau die Arbeitsmoral in beiden Ländern: „In meiner US-Show ‚Project Runway’ stelle ich junge Designer vor, die unglaublich heiß sind. Die hängen sich mit aller Kraft rein, liefern, indem sie mitspielen. Meinen Mädchen in der deutschen Show muss ich manchmal regelrecht in den Hintern treten, damit sie begreifen, worum es geht.“