LeuteDie Promi-Geburtstage vom 24. Januar 2013: Neil Diamond

© dpa / Paul Buck
Stets gut gelaunt: Neil Diamond bei der Verleihung seines Hollywood-Sterns 2012.

Seine schmachtende Reibeisenstimme unterlegt er gern mit bombastischen Orchestertönen. Seine theatralischen Ohrwürmer „Sweet Caroline“, „Song Sung Blue“ oder „Red, Red Wine“ handeln von Liebe, Schmerz, Verlust und vergangenen Zeiten. Damit aber hat der Großmeister des Schmusesounds seit vier Jahrzehnten immer wieder Klassiker komponiert. Heute wird der US-Sänger 72.

Neil Leslie Diamond kam 1941 als Sohn jüdischer Emigranten aus Polen in Brooklyn zur Welt, wo er neben Barbra Streisand im Chor seiner Highschool sang. Daran erinnert sich allerdings nur noch ganz vage. Mit 15 schrieb er seinen ersten Song. Er spielte in jenen Tagen auch in Schülerbands und schrieb später als professioneller Songwriter für den New Yorker Brill Verlag – in einem winzigen Büro am Broadway, das aus Schreibtisch, Klavier und Münzfernsprecher bestand. Die 35 Dollar Wochenhonorar, die er zum Anfang bekam, waren gut investiert: Für Cliff Richard komponierte er Hits wie „Just Another Guy“ (1966) und „Ill Come Running“ (1967), für Deep Purple „Kentucky Woman“ (1967), für die Monkees „Im A Believer“ (1966).

Der erste eigene Plattenvertrag kam 1966 bei Bang Records. Kurzfristig überlegte er, sich den Künstlernamen Noah Kaminsky zuzulegen. Dann aber wollte er das seiner im Sterben liegenden Großmutter nicht antun, den Familiennamen zu verleugnen. Von da an reihte sich ein Hit an den nächsten: „Solitary Man“ (1966), „Girl Youll Be A Woman Soon“ (1967) und „Red, Red Wine“ (1968). Und bald zählte Diamond zu den bestverdienenden Show-Stars der Welt. Bisher hat er 46 Alben veröffentlicht, die sich in dreistelliger Millionenhöhe verkauften. Erst im Mai 2008 schaffte sein Album „Home Before Dark“ es wieder auf Platz eins der US-Charts.

Mit seinem Album „Hot August Night“, einem Live-Mitschnitt eines Konzerts in Los Angeles, konnte er sich 1972 sogar gut eineinhalb Jahre in der US-Hitparade halten. Ein kommerzieller Volltreffer war auch der Soundtrack zu dem Film „Die Möwe Jonathan“, obwohl dieser von Kritikern als „ungenießbare Movie-Brühe“ verrissen wurde. Neil Diamond bekam dafür einen Grammy und einen Golden Globe. Während des „New Age“-Booms Mitte der 80er Jahre wurde das Album als Meditationsmusik wieder hoch gehandelt. „Beautiful Noise“, sein wohl bekanntestes Werk, erschien 1976.

Wenn er auf sein Leben als Musikstar zurückblickt, setzt bei dem vierfachen Vater bereits Altersweisheit ein. „Ich fand immer, dass RocknRoll ein Zirkus war. Wir sind einfach nur Clowns in diesem Zirkus, wir sind Unterhalter und bringen die Leute zum Lächeln. Aber im großen Plan des Lebens, weiß ich nicht, wie wichtig irgendeiner von uns wirklich ist“, bekannte er einmal im US-Musikmagazin „Rolling Stone“.

In den Schoß gefallen ist ihm nichts, sein Erfolgsrezept, das er jüngst dem Magazin „Variety“ verriet, klingt jedoch simpel: „Arbeite härter als alle anderen!“

NAMEBERUFALTERGEBURTSDATUMGEBURTSORTGEBURTSLAND
BAUMEISTER, Murieldeutsch-österreichische Schauspielerin4124.01.1972SalzburgÖsterreich
SCHIR, Bernhardösterreichischer Schauspieler5024.01.1963InnsbruckÖsterreich
VILSMAIER, Josephdeutscher Regisseur7424.01.1939MünchenDeutschland

Quelle: dpa
Google-Anzeigen
Kommentar schreiben
Name
Überschrift
Ihr Kommentar