Genervt von Frage zu Sarkozy-AffäreCarla Bruni bricht Interview eiskalt ab

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Da hat sich Sängerin und Sarkozy-Gattin Carla Bruni wohl den Liedtext eines ihrer neuen Songs, nämlich Höflichkeit, selbst nicht zu Herzen genommen: Auf Promo-Tour für ihr am 1. April erschienenes Album „Little French Songs“ gab die 45-Jährige im Interview mit dem französischen Fernsehsender France 2 einen Vorgeschmack ihres Lieds „Pinguin“, das von einem unfreundlichen, manierenlosen Vogel erzählt.

Amüsiert und gut gelaunt trällerte das Ex-Model die frechen Worte vor sich hin, scherzte mit ihrem Gitarristen über den Liedtext, wie dem Video zum Interview auf „Huffingtonpost.fr“ zu entnehmen ist. Aus der „Pinguin“-Geschichte scheint Bruni aber selbst keine großen Lehren gezogen zu haben, gab sie sich im Verlauf desselben Interviews recht unfreundlich: Auf eine Frage der Reporterin zur aktuellen politischen Affäre ihres Ehemannes Nicolas Sarkozy ließ die Brünette Journalisten und Crew einfach sitzen, stand auf und machte sich eiskalt aus dem Staub. Sonst freundlich und sympathisch scheint ihr dieses Thema wohl gewaltig auf die Nerven zu gehen.

Die Looks von Carla Bruni
Carla Bruni

Untersuchungsrichter Jean-Michel Gentil wirft dem Ex-Präsidenten nämlich vor, im Jahre 2007 die 90-jährige Milliardenerbin Liliane Bettencourt hintergangen zu haben, um an Geld für seine Wahlkampfkampagne zu kommen.

Die Erbin des Kosmetikkonzerns LOréal leidet heute laut Ärzten an extremer Demenz und anderen Formen der Gedächtnisschwäche. Wie Dienstmädchen, Krankenschwester und der Vermögensverwalter der Familie, Patrice de Maistre, laut dem Nachrichtenportal „Spiegel.de“ angaben, ließ sich Sarkozy mehrmals im Haus der vermögenden Kranken blicken und bat die damals bereits Geschwächte angeblich um Geld. Sarkozy selbst äußerte sich mehrmals und eindeutig zu den Vorwürfen, sein Anwalt Thierry Herzog beschrieb die Behandlung seines Clienten als „skandalös“. Gattin Carla Bruni hatte sich ebenfalls schon zu den Vorwürfen geäußert, gegenüber dem französischen Boulevardmagazin „Parisien“ gab sie an, „es sei undenkbar, dass ein Mann wie er (Sarkozy) die Unzurechnungsfähigkeit einer Frau ausnutze, die vom Alter her seine Mutter sein könnte.“ Dem französischen Privatfernsehsender BFM TV sagte sie wenige Tage später, „sie wolle sich der ganzen Sache enthalten, da ihr Mann bereits alles gesagt habe, was gesagt werden muss.“

Demnach ist es nachvollziehbar, dass Bruni irgendwann der Kragen platzte, als erneute Fragen das bereits von ihr abgeschlossene Thema wieder ansprachen, zumal es in dem besagten France-2-Interview vordergründig um ihre musikalische Entwicklung gehen sollte. Die Beteiligten aber einfach sitzen zu lassen und zu gehen ist aber auch nicht die feine, französische Art. Mal sehen, ob sich die Bruni in Zukunft wieder fängt oder weiterhin einen auf „Pinguin“ macht.

Sehen Sie hier das Interview im Video:

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